Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Gesundheitsrisiko

Millionen Nutzer betroffen: E-Zigarette unter Krebsverdacht

Millionen Nutzer betroffen: E-Zigarette unter Krebsverdacht
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Was als harmlosere Option galt, rückt nun ins Visier der Krebsforschung – mit Folgen für Millionen Nutzer weltweit.

Was lange als vergleichsweise risikoarme Alternative zur Tabakzigarette galt, steht nun unter deutlich verschärftem Verdacht: Eine im Jahr 2026 publizierte Studie kommt zu dem Schluss, dass E-Zigaretten als „wahrscheinlich krebserregend“ einzustufen sind. Für diese Bewertung werteten die beteiligten Wissenschaftler mehrere seit 2017 erschienene Untersuchungen aus.

Den Ergebnissen zufolge erhöht der Konsum von Vapes das Risiko, an Lungen- oder Mundhöhlenkrebs zu erkranken. Die Aussagekraft der Daten wird jedoch durch einen methodischen Umstand eingeschränkt: In einem Teil der ausgewerteten Studien hatten bis zu 97 Prozent der Teilnehmer parallel auch herkömmliche Zigaretten geraucht, was eine eindeutige Zuordnung des Krebsrisikos erschwert.

Kritische Expertenstimmen

Laut einem Bericht von chip.de teilt auch Martin Widschwendter, Krebsexperte an der Universität Innsbruck, diese kritische Einschätzung. Bis die IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung) E-Zigaretten offiziell in die Kategorie der wahrscheinlich krebserregenden Stoffe aufnimmt, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.

Tabakerhitzer im Fokus

Neben E-Zigaretten geraten zunehmend auch Tabakerhitzer in den Fokus der Gesundheitsforschung. Obwohl die Tabakindustrie diese Produkte als „risikoreduzierte“ Alternativen bewirbt, setzen auch sie nachweislich gesundheitsschädliche Substanzen frei – darunter Feinstaub, Teer und krebserregende Verbindungen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen