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Insolvenzgefahr

Millionenverluste in Europa: Premium-Burger-Kette Five Guys vor dem Aus

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Foto: iStock, epa/BRENDAN SMIALOWSKI/POOL

Trotz Premium-Image und prominenter Fans wie Barack Obama steckt die Burgerkette Five Guys tief in den roten Zahlen. Die deutsche Gesellschaft kämpft mit Millionenverlusten.

Die Burgerkette Five Guys steckt in einer ernsten finanziellen Krise. Wirtschaftsprüfer haben in ihrem aktuellen Bericht eine “wesentliche Unsicherheit” bezüglich der Fortführung des Unternehmens festgestellt. Auch das Management selbst spricht inzwischen offen von einer “Bestandsgefährdung” – ein deutliches Signal, dass ohne Kapitalzufuhr eine Insolvenz droht.

Die Zahlen zeichnen ein alarmierendes Bild: Allein im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die deutsche Betreibergesellschaft mit Sitz in Düsseldorf Verluste von über 7,5 Millionen Euro. Der kumulierte Fehlbetrag soll mittlerweile bei etwa 60 Millionen Euro liegen.

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Eine unmittelbare Zahlungsunfähigkeit konnte nur durch das Eingreifen der Londoner Muttergesellschaft verhindert werden. Diese hat eine finanzielle Unterstützungszusage bis Ende 2026 gegeben, die sämtliche Verbindlichkeiten abdecken soll. Dadurch konnte der Burgerkette vorerst der Gang zum Insolvenzgericht erspart bleiben.

Premium trotz Verlusten

Bei Burger-Enthusiasten genießt Five Guys einen exzellenten Ruf als Premium-Anbieter: Die Kette punktet mit frischen Zutaten und individuell konfigurierbaren Burgern. Sogar der ehemalige US-Präsident Barack Obama zählt zu den prominenten Befürwortern der Marke. Doch hinter der glänzenden Fassade verbergen sich erhebliche wirtschaftliche Probleme – die europäischen Ableger haben in den vergangenen Jahren erhebliche Verluste angehäuft.

Expansionspläne bestehen

Ungeachtet der angespannten Finanzlage hält Five Guys an seinen Expansionsplänen fest. Das Unternehmen betont sein langfristiges Engagement im Markt und kündigt an, weitere Standorte zu erschließen sowie zusätzliche Mitarbeiter einzustellen.