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Digitalisierung

Mode-Revolution: Zara setzt Models vor die KI-Tür

Mode-Revolution: Zara setzt Models vor die KI-Tür
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Digitale Doubles statt echter Fotoshootings: Zara revolutioniert seine Modepräsentation mit KI-Technologie und holt sich dafür das Einverständnis früherer Models.

Zara setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz in der Modepräsentation. Wie die britische Wirtschaftszeitung „City AM“ berichtet, hat der spanische Bekleidungskonzern bereits Kontakt zu ehemaligen Models aufgenommen, um deren Einverständnis für die digitale Weiterverarbeitung ihrer Aufnahmen mittels KI einzuholen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber dem Medium: „Wir nutzen künstliche Intelligenz, um unsere bestehenden Prozesse zu ergänzen. Wir arbeiten eng mit unseren geschätzten Models zusammen – alle Aspekte werden gemeinsam vereinbart – und die Vergütung erfolgt nach branchenüblichen Standards.“

Die Technologie soll es ermöglichen, die Models virtuell mit neuen Kollektionen auszustatten und in verschiedene Umgebungen zu platzieren, ohne dass tatsächliche Fotoshootings stattfinden müssen. Laut Aussagen zweier anonym gebliebener Models entspricht die Bezahlung für diese digitale Verwendung der üblichen Vergütung bei realen Fotoproduktionen.

Digitale Modelpartner

Auch der schwedische Moderiese H&M treibt ähnliche Entwicklungen voran. Das Unternehmen gab im Juli über seinen Instagram-Kanal bekannt, dass digitale Abbilder professioneller Models erstellt werden. In der Mitteilung hieß es: „Jedes KI-generierte Double wird in enger Zusammenarbeit mit dem Model entwickelt, das die volle Kontrolle über sein digitales Gegenstück behält.“

Der Trend zur KI-gestützten Bildproduktion zeigt, wie die Modeindustrie neue Technologien zur Optimierung ihrer Abläufe einsetzt.

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Die Unternehmen präsentieren diese Entwicklung als partnerschaftlichen Prozess, der die Effizienz steigern und gleichzeitig die Interessen der beteiligten Models wahren soll.