Monate nach einem tödlichen Messerangriff in Wien schnappt die Polizei zu – doch der Verdächtige streitet die entscheidende Tat ab.
Am Gaudenzdorfer Gürtel in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus war ein 26-jähriger Syrer mit tödlichen Stichverletzungen aufgefunden worden. In Wien ist nun ein 25-jähriger syrischer Staatsbürger als Verdächtiger in diesem tödlichen Messerangriff festgenommen worden, der sich im August ereignet hatte.
Ort des Geschehens
Die Verhaftung erfolgte im Bereich der Ratschkygasse in Wien-Meidling. Der Beschuldigte räumte eine Beteiligung an dem Vorfall ein, weist jedoch die Verantwortung für die tödlichen Stiche von sich. Zu weiteren Details der Ermittlungen äußerte sich Polizeisprecherin Irina Steirer bislang nicht.
Tödlicher Innenhof-Fund
In der Nacht auf den 11. August wurde der schwer verletzte 26-Jährige von Zeugen in einem Innenhof am Gaudenzdorfer Gürtel entdeckt. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen durch die Berufsrettung überlebte er seine Verletzungen nicht. Der Verdächtige wurde einige Wochen nach dem Vorfall in Gewahrsam genommen und gab eine Tatbeteiligung zu – bestreitet jedoch, die tödlichen Stiche ausgeführt zu haben. Polizeisprecherin Irina Steirer bestätigte: „Er zeigt sich aber hinsichtlich der tödlichen Messerstiche nicht schuldig.“
Streit im Suchtgiftmilieu
Die Ermittlungen förderten zutage, dass dem Vorfall am Gaudenzdorfer Gürtel bereits eine körperliche Auseinandersetzung in einer anderen Straße vorausgegangen war. Steirer erklärte dazu: „Die Beamten konnten dann herausfinden, dass es bereits eine körperliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen in einer anderen Straße gegeben hat.“ Als mögliches Motiv gilt ein Streit im Suchtgiftmilieu. Mehrere der beteiligten Personen, darunter der nun Festgenommene, sollen in wechselseitige Körperverletzungen verwickelt gewesen sein.