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Todesrätsel

Mord, Unfall oder Suizid? Stewardess stürzt aus dem 24. Stock in den Tod

Mord, Unfall oder Suizid? Stewardess stürzt aus dem 24. Stock in den Tod
Foto: facebook Jenny Lupton
3 Min. Lesezeit |

Ein Tattoo, eine Nachricht voller Pläne – und dann Stille. Der Tod einer Flugbegleiterin auf Hawaii wirft Fragen auf, die niemand beantworten will.

Honolulu, Hawaii – Eines steht fest: Jenny Lupton, Flugbegleiterin bei Southwest Airlines, befand sich auf Hawaii – ein kurzer dienstlicher Aufenthalt zwischen zwei Einsätzen. Von dieser Reise kehrte sie nicht mehr zurück. Zu ihrem 15-jährigen Sohn, der zu Hause auf sie wartete.

Noch wenige Stunden vor ihrem Tod hatte die 50-Jährige ihrer Schwester eine Nachricht geschickt – völlig unbeschwert, voller Lebensfreude. Sie schwärmte von einem frisch gestochenen Hibiskus-Tattoo und überlegte bereits, welche Farben sie später noch ergänzen lassen wollte. Es waren die Worte einer Frau, die Pläne hatte.

Kurz darauf wurde Jenny Lupton tot aufgefunden – gestürzt aus dem 24. Stock ihres Hotels. Ihre Leiche entdeckten Einsatzkräfte im Abfallbereich des Hilton Hawaiian Village.

Ungeklärter Todesfall

Seither lastet eine beklemmende Frage auf dem Fall: Handelt es sich um einen tragischen Unfall, um Suizid – oder wurde Jenny Lupton gestoßen? Die Polizei von Honolulu hat die Ermittlungen aufgenommen, doch die Todesursache ist bis heute nicht geklärt. Die Behörden äußern sich nicht – Antworten bleiben aus.

Offen ist auch, ob die Zimmertür von innen gesichert war. Die Ermittler müssen noch prüfen, ob es Spuren eines Kampfes gibt, ob Fingerabdrücke oder DNA-Spuren auf eine weitere Person hinweisen. Parallel dazu werten sie die Aufnahmen der Hotelüberwachungskameras aus, um festzustellen, ob Jenny Lupton in jener Nacht Besuch empfangen hatte.

Der Hibiskus hatte für Jenny eine persönliche Bedeutung: Er erinnerte sie an ihren Vater, der diese Blume einst im Vorgarten gepflanzt hatte. Und in genau jener Nachricht an ihre Schwester fiel ein Wort, das die Familie seither nicht loslässt: Rückkehr. Jenny schrieb, sie wolle das Tattoo nach ihrer Rückkehr noch farbig ausfüllen lassen.

Familiäre Trauer

In den sozialen Medien häufen sich Abschiedsworte und Erinnerungsfotos von Freunden und Angehörigen. Jennys Schwester wandte sich an den Lokalsender KFOR mit den Worten: „Wir sind fest davon überzeugt, dass sie das nicht absichtlich getan hat. Deshalb glauben wir, dass es entweder eine Art ungewöhnlicher Unfall war oder ihr jemand etwas angetan hat.“

Die Familie beschreibt Jenny als lebensfrohe, herzliche Frau. Ihre Nichte Sarah erinnert sich: „Sie war mit jedem befreundet, den sie traf. Sie war der lustigste Mensch, den ich kannte, und hatte ein riesengroßes Herz. Wir befürchten, dass ein Verbrechen vorliegt.“

Am schwersten trifft der Verlust Jennys 15-jährigen Sohn. Die Angehörigen sagen, er sei der Mittelpunkt ihres Lebens gewesen, ihr Ein und Alles. Von den Ermittlern wünscht sich die Familie nur eines: „Wir wollen einfach wissen, was passiert ist.“

Wenn Sie selbst depressiv sind oder Selbstmordgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter den kostenlosen Hotlines 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

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KO KOSMO-Redaktion
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