Start COMMUNITY Muna Duzdar: „Wir müssen Digitalisierung greifbarer machen“
IDEEGRATION DIGITAL

Muna Duzdar: „Wir müssen Digitalisierung greifbarer machen“

FOTO: BKA/Valerie Alwasiah

„Ideegration Digital“ – Bundeskanzleramt ermöglicht fünf Integrationsinitiativen Zugang zu Entwicklungsprogramm. Am 25. Jänner 2017 startete die Workshop-Reihe „Ideegration Digital“ mit Staatssekretärin Muna Duzdar.

Das Bundeskanzleramt und das Rotes Kreuz starteten mit 25. Jänner 2017 eine Workshop-Reihe. Beim ersten Workshop-Tag in Wien erarbeiteten ausgewählte Integrationsinitiativen ihr Entwicklungsprogramm. Ziel des Projekts „Ideegration“ ist es, sozialunternehmerische Initiativen, die Integration von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund fördern, in Österreich zu verbreiten. Aus 104 eingereichten Integrations-Projekten hat eine Jury die fünf wirksamsten Modelle ausgewählt. Diese werden intensiv weiterbegleitet, damit ihre Lösungen dorthin kommen, wo sie gebraucht werden.

Über eine Kooperation mit dem Staatssekretariat für Diversität, Öffentlichen Dienst und Digitalisierung wurden nun fünf weitere Initiativen von der Jury ausgewählt, die die wirksamsten technologiebasierten Modelle (wie etwa Apps) entwickelt haben. Diese fünf Initiativen nehmen am „Ideegration Digital“-Entwicklungsprogramm teil, um ihre Netzwerke innerhalb der Zivilgesellschaft – zu Hilfsorganisationen, zu Unternehmen und zur Verwaltung – zu stärken und um ihre Lösungsansätze in Österreich zu vertiefen.

„Wir müssen die Digitalisierung greifbarer machen – sie soll kein Elitenprojekt sein, sondern der ganzen Gesellschaft zu Gute kommen. Digitale Anwendungen können gerade im Integrationsbereich eine große Hilfe für Freiwillige, Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Institutionen und NGOs darstellen“, erklärte Staatssekretärin Muna Duzdar.

Die ausgewählten Initiativen werden strukturiert bis Juni 2017 bei der Festigung und Verbreitung ihres Lösungsansatzes begleitet. Dazu werden Entscheidungsträgerinnen, Entscheidungsträger und Fachleute von „Wirkungsanalyse“ bis hin zu „Digitalisierung“ aus dem „Ideegration“-Netzwerk eingebunden, um das wichtige zivilgesellschaftliche Engagement im Bereich Integration/Inklusion dauerhaft in Österreich zu festigen.

FOTO: BKA/Valerie Alwasiah
FOTO: BKA/Valerie Alwasiah

Um folgende Initiativen handelt es sich dabei:

interprAID
ist die erste Online-Plattform für Dolmetschen und Interkulturelle Mittel in sozialen Einrichtungen und überwindet die Barrieren zwischen Geflüchteten/MigrantInnen und sozialen Dienstleistern. https://www.interpraid.org/

ZIAG
hat eine Online-Plattform mit niederschwellig umsetzbaren Integrationsprojekten für Gemeinden aufgebaut und begleitet über Workshops Gemeinden bei der Umsetzung von Best-Practice Integrationsprojekten. http://ziag.at/

New here
ist eine interaktive und mehrsprachige Karte für Geflüchtete, damit diese sich schnell in der neuen Umgebung zurechtfinden und Angebote/Dienstleistungen finden und nutzen können. http://www.welcomeoida.at/newhere

help2day
ist eine Matchmaking-Plattform zwischen Freiwilligen und Hilfsorganisationen, um die Zeit- und personelle Ressourcen besser zu nutzen und effektiv zu verteilen. https://www.help2day.org/

More than one perspective (MTOP)
MTOP ist ein integratives Weiterbildungsprogramm für geflüchtete Akademikerinnen und Akademiker mit dem Ziel der nachhaltigen Arbeitsmarktintegration, während gleichzeitig die Wahrnehmung von Geflüchteten über Role-Models verändert wird. http://mtop.at/