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Notwehr

Musste mich verteidigen“ – Hausbesitzer erschießt Einbrecher mit Messer

2 Min. Lesezeit |

Zwei Eindringlinge, ein Hausbesitzer mit Waffe, drei Schüsse – in Salzburg-Gnigl eskalierte eine Konfrontation tödlich. Der Schütze beruft sich auf Notwehr.

In Salzburg-Gnigl spielten sich am Donnerstagnachmittag erschütternde Szenen ab. Ein 66-jähriger Hausbewohner traf in seinem Anwesen nahe der Eichstraßenbrücke unerwartet auf zwei Eindringlinge. Als gegen 16 Uhr ein 29-jähriger Mann und seine weibliche Begleiterin plötzlich vor ihm standen, griff der Hausbesitzer zu seiner Waffe.

Die Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Polizeibeamte, Sanitäter, ein Notarzt sowie das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes eilten zum Tatort. Sicherheitskräfte sperrten das Gebiet um die Ferdinand-Sauter-Straße weiträumig ab. Während viele Anwohner das Geschehen mit Verwunderung verfolgten, betonte die Polizei, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für Unbeteiligte bestanden habe.

📍 Ort des Geschehens

Nachbarn berichteten der „Kronen Zeitung“ von „mindestens drei Schüssen“. Der Hausbesitzer gab bei der Polizei an, der männliche Eindringling habe ihn mit einem Messer bedroht, weshalb er sich zur Wehr setzen musste. Die Schusswaffe befand sich nach Polizeiangaben legal in seinem Besitz.

Tödlicher Ausgang

Der schwer verletzte 29-Jährige wurde ins Krankenhaus eingeliefert, erlag jedoch in den frühen Morgenstunden des Freitags seinen schweren Verletzungen. Seine Begleiterin wurde vorläufig in Gewahrsam genommen.

Das Landeskriminalamt Salzburg hat die Befragungen aller Beteiligten und Zeugen sowie die Untersuchungen zum genauen Tathergang übernommen. Der 66-jährige Schütze wurde noch am selben Abend polizeilich vernommen und muss sich zu den genauen Umständen der Schussabgabe äußern. Die Ermittler prüfen derzeit intensiv, ob die Notwehr-Behauptung des Hausbesitzers den tatsächlichen Geschehensablauf widerspiegelt.

Schwester berichtet

„Wir haben bei mir seinen Geburtstag gefeiert, ich wohne ja nicht weit weg. Ich musste dann weg und bin zum Bus gegangen. Mein Bruder ist auch nach Hause“, erklärt die Schwester des Schützen gegenüber der „Kronen Zeitung“. Und weiter: „Kurz daraufhin habe ich lauter Polizeiautos und die Rettung mit Blaulicht fahren gesehen. Ich hätte nie gedacht, wohin die gerade wirklich unterwegs sind.“ Nur wenige Augenblicke später läutete dann das Telefon der Frau – ihr Bruder rief an.

Er hat mir gesagt, dass er sich verteidigt hat und einen Mann getroffen hat„, sagte die Frau zur „Krone“. Die Ärzte kämpften daraufhin um das Leben des 29-Jährigen – ohne Erfolg.

Er erlag seinen Verletzungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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