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Wohnsituation

Mutter lebt mit Tochter seit Monaten in McDonald’s-Filiale (FOTOS)

(FOTO: Facebook/S.O.S Mesquita RJ)
(FOTO: Facebook/S.O.S Mesquita RJ)

Überall suchen Familien nach Wegen, mit steigenden Wohnkosten umzugehen. Ein besonders außergewöhnlicher Fall hat sich dabei in Brasilien zugetragen, wo eine Mutter und ihre Tochter eine McDonald’s-Filiale zu ihrem vorübergehenden Zuhause gemacht haben.

Eine ungewöhnliche Zuflucht

Die 64-jährige Susane Paula Muratoni Geremia und ihre 31-jährige Tochter Bruna Muratori Geremia, fanden in einer brasilianischen McDonald’s-Filiale nicht nur einen Ort zum Essen, sondern einen Platz zum Leben. Seit über drei Monaten verbringen die beiden Frauen dort nahezu ihre gesamte Zeit, bis das Lokal schließt. Zwischen fünf und zehn Uhr morgens schlafen beide dann auf der Straße vor dem Restaurant und warten auf die erneute Öffnung.

Anpassung an die Umstände

Der Wunsch, in einem Obdachlosenheim unterzukommen, steht für die beiden nicht zur Debatte. Sie bevorzugen das Fastfood-Restaurant als Aufenthaltsort, auch wenn es bedeutet, sich hauptsächlich von Burgern zu ernähren – für die sie stets bezahlen. Ein Familienangehöriger aus Großbritannien unterstützt sie finanziell, doch reicht dies nicht für die Miete einer Wohnung.

Suche nach Sicherheit und Akzeptanz

Trotz der prekären Lage störe die Familie die derzeitige Lebenssituation nicht. „Es ist friedlich hier und ich fühle mich sicher und willkommen“, gab die Tochter gegenüber CBN an. „Die Mitarbeiter haben uns bislang sehr gut behandelt.“ Ihre Hoffnung richtet sich darauf, irgendwann eine bezahlbare Wohnung nahe dem Restaurant zu finden.

Hilfsangebote und Selbstständigkeit

Zahlreiche Hilfsangebote haben Susane und Bruna bereits erhalten, doch lehnten sie diese ab. Sie präsentieren sich stets gepflegt und geschminkt und nutzen die Gastfreundschaft der Anrainer, die sie ihre Duschen benutzen lassen. Die Aufmerksamkeit, die ihnen zuteilwird, verwundert sie, da sie ihre Lebensweise nicht als außergewöhnlich betrachten. „Das System hat sich einfach gegen uns verschworen, wir wollten dadurch gar nicht ins Rampenlicht gerückt werden.“