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ÄRZTE KRITISIEREN

Mutter steckt absichtlich sich und Kinder mit Coronavirus an

KOSMO Grafik (FOTOS: iStockphotos)

In der Schweiz soll eine Frau sich und ihrer Kinder absichtlich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Experten kritisieren die Mutter heftig.

Eine Frau aus dem Kanton Bern (Schweiz) soll sich absichtlich mit Corona angesteckt haben, weil sie Allergikerin sei und sich darum nicht gegen das Virus impfen lassen könne, wie sie gegenüber den Tamedia-Zeitungen erzählte. Doch nicht nur das: Sie soll nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Kinder absichtlich infiziert haben.

Gelegenheit am Schopf gepackt
Da die Frau sich aufgrund einer Allergie nicht gegen das Coronavirus impfen lassen könne, habe sie die Gelegenheit genutzt, als jemand in ihrem privaten Umfeld infiziert war. Sie organisierte sich benutzte Teststäbchen, und steckte sich diese selbst in die Nase. Ihre größeren Kinder hätten daraufhin beschlossen ebenfalls bei der Infektion mitzumachen. Die kleineren seien sowieso bei ihr gewesen, hätten also ohnehin in Quarantäne gehen müssen, so die Frau.

Sie selbst habe, wie sie sagt, einen milden Verlauf gehabt: Kopfschmerzen, Verlust des Geschmackssinns, Fieber bis 38 Grad, Schüttelfrost und allgemeine Schlappheit.

Scharfe Kritik von Ärzten
Doch das Verhalten der Mutter und insbesondere ihre Argumentation bezüglich ihrer Kinder stößt bei der der Ärztegesellschaft des Kantons Bern auf heftige Ablehnung: „Wer solche Kuren anbietet, handelt medizinisch und gesellschaftlich höchst unverantwortlich“, wie die Tamedia-Zeitungen die Ärzte zitieren.

Immerhin lasse sich der Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion nicht vorhersagen. Ein Spitalsaufenthalt oder gar auf der Intensivstation sei auch bei einer absichtlichen Infektion möglich. Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigt: „Es gibt keine sichere Ansteckung.“

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Übrigens ist die Aussage der Frau, sie könne sich aufgrund einer Allergie nicht gegen Corona impfen lassen, laut der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie ebenfalls nicht ganz richtig: „Auch Personen mit Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Immundefekten können geimpft werden“, heißt es. Allergische Reaktionen nach der Impfung seien generell äußerst selten. Und selbst in diesen Fällen seien Zweitimpfung und Booster möglich.

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