Italien führt auf Initiative der Schulleitungen Metalldetektoren an Schulen ein, um gegen die steigende Zahl von Messerangriffen vorzugehen. Laut einem aktuellen Rundschreiben des Innenministers Matteo Piantedosi an die zuständigen Schulbehörden und Polizeiführungen dürfen solche Kontrollen künftig durchgeführt werden, wenn die Schulleitung dies beantragt.
Die Durchsuchungen können in Abstimmung mit den Präfekten sowohl innerhalb der Schulgebäude als auch vor den Eingängen stattfinden. Piantedosi betonte dabei, dass diese Maßnahmen auch ohne Vorankündigung erfolgen können, sofern sie von der Schulleitung genehmigt wurden.
Melonis Sicherheitspaket
Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bereitet derzeit ein umfassendes Sicherheitspaket vor, das verschärfte Regelungen für den Besitz und Umgang mit Stichwaffen beinhaltet. Diese Initiative steht im direkten Zusammenhang mit der wachsenden Problematik der Jugendkriminalität im Land.
Auslösender Vorfall
Hintergrund dieser Maßnahmen ist ein Vorfall, der sich vor zwei Wochen an einer Schule in La Spezia ereignete. Dort wurde ein 18-jähriger Schüler während des Unterrichts von einem Mitschüler mit einem Messer schwer verletzt. Dieser Fall hat die öffentliche Debatte über Gewalt an Bildungseinrichtungen neu entfacht und die Dringlichkeit präventiver Sicherheitsmaßnahmen unterstrichen.
Die nun geplanten Kontrollen können in Absprache mit den Präfekten sowohl im Schulgebäude als auch im unmittelbaren Umfeld durchgeführt werden.