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Virusausbruch

Nach Corona: Neuer Virus versetzt China in Panik

Nach Corona: Neuer Virus versetzt China in Panik
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3 Min. Lesezeit |

Während Südchina mit einem Chikungunya-Ausbruch kämpft, erinnern die Schutzmaßnahmen viele Einwohner an die Corona-Zeit – inklusive Datenerfassung und Selbstbeobachtung.

Der Chikungunya-Virus breitet sich in Südchina weiter aus. Laut WHO ist das Virus mittlerweile in 119 Ländern nachweisbar. Die Infektion, die durch bestimmte Stechmückenarten übertragen wird, verursacht grippeähnliche Beschwerden mit Fieber sowie starken Gelenk- und Muskelschmerzen. In der Regel klingt die Erkrankung innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Die meisten Patienten genesen vollständig, wobei das Virus für chronisch Erkrankte, Schwangere und Säuglinge ein höheres Risiko darstellt. Todesfälle treten nur sehr selten auf.

Die globale Ausbreitung wird durch die zunehmende Verbreitung der Aedes-Mücken begünstigt, die als Hauptüberträger des Virus fungieren. Weltweit wurden in diesem Jahr bereits rund 240.000 Chikungunya-Infektionen registriert, was sowohl die WHO als auch die US-Gesundheitsbehörde CDC veranlasste, Reisewarnungen für betroffene Regionen auszusprechen.

In der chinesischen Provinz Guangdong wurden nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden bereits über 7.700 Infektionsfälle dokumentiert. Der Großteil der Erkrankungen konzentriert sich auf die Millionenstadt Foshan, wo der Ausbruch diesen Sommer seinen Ursprung hatte. Vereinzelte Fälle wurden auch in der Provinzhauptstadt Guangzhou und anderen umliegenden Städten registriert.

Umfassende Gegenmaßnahmen

Die Behörden haben zur Eindämmung des Virus umfassende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dazu zählt eine großflächige Bekämpfung der Mückenpopulation, unter anderem durch den Einsatz von Fischen, die Mückenlarven fressen, in stehenden Gewässern. Zusätzlich werden sogenannte Elefantenmücken eingesetzt – eine für Menschen ungefährliche Mückenart, deren Larven sich von den Larven anderer Mücken ernähren und dadurch die Zahl der Virusüberträger verringern können.

Im Gegensatz zu anderen Ländern setzt China ausschließlich auf präventive Maßnahmen, da bislang keine Impfstoffe gegen Chikungunya verfügbar sind. Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt hingegen Reisenden in betroffene Gebiete eine Impfung, da in den USA bereits zwei Impfstoffe zugelassen sind.

Kritik an Maßnahmen

In sozialen Netzwerken stießen einige der Maßnahmen auf Kritik, da sie Erinnerungen an die strengen Regelungen während der Corona-Pandemie weckten. So müssen Apotheken in Foshan bei Kunden, die Medikamente gegen Symptome wie Fieber oder Gelenkschmerzen erwerben, persönliche Daten erfassen – ähnlich dem Corona-Nachverfolgungssystem zur Identifizierung möglicher Infektionsketten.

Zudem forderten zwei Städte in der Nachbarprovinz Fujian Personen, die aus Guangdong zurückkehren, zu einer zweiwöchigen Selbstbeobachtung auf.

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KO KOSMO-Redaktion
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