Nach dreijähriger Unterbrechung schiebt Österreich wieder nach Afghanistan ab. Ein verurteilter Sexualstraftäter wurde unter Polizeibegleitung nach Kabul gebracht.
Nach dreijähriger Pause hat Österreich am Dienstag, 21. Oktober, erstmals wieder einen afghanischen Straftäter in sein Heimatland abgeschoben. Der 1994 geborene Mann hatte in Österreich eine knapp vierjährige Haftstrafe wegen eines schweren Sexualdelikts sowie schwerer Körperverletzung verbüßt.
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Der Abschiebung waren intensive Vorbereitungen vorausgegangen. Bereits zu Jahresbeginn führten Vertreter des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl (BFA) Gespräche mit der afghanischen Verwaltung auf operativ-technischer Ebene. Im September kamen afghanische Behördenvertreter nach Wien, um die praktische Durchführung solcher Abschiebungen zu koordinieren.
Behördliche Zusammenarbeit
Die nun erfolgte Rückführung wurde in direkter Abstimmung zwischen dem BFA und den afghanischen Behörden realisiert, wobei österreichische Polizeibeamte den Straftäter bis nach Kabul begleiteten. Mit dieser direkten Kooperation hat Österreich einen Präzedenzfall für künftige Abschiebungen geschaffen.
Laut Innenministerium befinden sich bereits weitere Rückführungen in Vorbereitung. Innenminister Gerhard Karner bekräftigte: „Wir haben Abschiebungen von verurteilten Straftätern nach Afghanistan angekündigt und nun setzen wir diese Abschiebungen auch um.“
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Dieser harte und notwendige Weg wird konsequent fortgesetzt. Weitere Abschiebungen von verurteilten Straftätern nach Afghanistan werden vorbereitet und dann vollzogen.