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Justizskandal

Nach Hilferuf abgewiesen: 14 Frauen mit Fäkalien attackiert

Nach Hilferuf abgewiesen: 14 Frauen mit Fäkalien attackiert
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Er flehte um Hilfe, doch niemand hörte zu. Vier Tage später begann eine Serie ekelerregender Attacken, die 14 Menschen traumatisierte und das Gesundheitssystem in Frage stellt.

Ein psychisch kranker Mann verübte im Frühjahr und Sommer 2025 in Wien eine Serie von abstoßenden Angriffen. Er bewarf insgesamt 14 Personen – vorwiegend junge Frauen – mit ekelerregenden Fäkaliengemischen. Die Betroffenen erlitten nicht nur psychische Traumata, sondern mussten sich auch Untersuchungen auf mögliche schwerwiegende Infektionskrankheiten unterziehen. Während der Gerichtsverhandlung wurde deutlich, dass diese Vorfälle möglicherweise hätten verhindert werden können.

Der Staatsanwalt eröffnete die Verhandlung am Donnerstag im Wiener Landesgericht mit deutlichen Worten: „Es geht heute um wirklich abstoßende Angriffe auf junge Frauen in Wien.“ Er wies zudem auf grundlegende Probleme im österreichischen Gesundheitswesen hin, die offenbar mit Kapazitätsengpässen zusammenhängen. Die Verteidigerin des Angeklagten unterstrich diesen Aspekt und bezeichnete ihren Mandanten als „Opfer eines systemischen Mangels.“

Ekelerregende Attacken

Nur vier Tage nach einem Vorfall in einer Klinik kam es Ende April zum ersten Angriff. Der Mann, bei dem ein Gutachten schwere und dauerhafte psychische Störungen feststellte, verübte im Frühjahr und Sommer 2025 mehr als ein Dutzend Fäkalattacken – hauptsächlich an U-Bahn-Stationen der Linien U4 und U6 beim Margaretengürtel, wo er zu dieser Zeit auch übernachtete.

Der junge Mann schüttete aus einem Becher widerliche Gemische aus Kot, Urin und Sperma über seine überwiegend weiblichen Opfer. Die Substanzen stammten teilweise aus einem Baustellenklo und enthielten in manchen Fällen auch Spritznadeln, Würmer und Zigarettenkippen. „Die Opfer sind schwer traumatisiert. Und die mussten auch mehrere Untersuchungen über sich ergehen lassen, ob sie mit schweren Krankheiten wie Hepatitis angesteckt wurden“, erklärte der Staatsanwalt. „Insbesondere weil den Fäkalien auch Spritznadeln beigefügt wurden.“ Die bis in den Sommer andauernden Übergriffe hätten lebensbedrohliche Folgen haben können.

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Ignorierte Hilferufe

„Ich flehe sie an. Ich brauche Hilfe“, hatte der Mann im Frühjahr den Ärzten in der Klinik gesagt, als er um stationäre Aufnahme bat. Vor Gericht erklärte er: „Ich wurde gefoltert. Ich wollte nur, dass die Folter endlich aufhört. Nachdem ich geworfen habe, haben mich diese Menschen eine Woche in Ruhe gelassen. Dann hat es wieder begonnen.“ Dass seine Angriffe fast ausschließlich junge Frauen trafen, sei „purer Zufall“ gewesen. Die Richterin konfrontierte ihn mit den Konsequenzen seiner Taten: „Die Frauen gehen auf der Straße und plötzlich haben sie Fäkalien im Gesicht.“ Der Angeklagte entgegnete: „Es tut mir sehr leid. Ich brauche Hilfe, ich weiß.“

Im konkreten Fall hatte sich der Mann in der Klinik Wien-Hietzing mit Suizidgedanken vorgestellt und um Aufnahme in die Psychiatrie gebeten. Dort äußerte er explizite Drohungen: „Wenn ihr mich nicht aufnehmt, werde ich Menschen vergewaltigen. Ich werde eine Flasche nehmen, rein urinieren und auf jemanden werfen. Ich werde zehn Leute umbringen.“ Trotz dieser Äußerungen und obwohl er das Klinikpersonal mit einem Stanleymesser bedrohte, wurde der 29-jährige Rumäne nicht stationär aufgenommen.

Im laufenden Verfahren droht dem Rumänen aufgrund seiner Gefährlichkeit eine Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum.

Das Urteil des Schöffensenats steht noch aus.

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KO KOSMO-Redaktion
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