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SKANDAL

Nach Sinners Sperre: Djokovic fordert fairere Anti-Doping-Regeln

Nach Sinners Sperre: Djokovic fordert fairere Anti-Doping-Regeln
FOTO: EPA-EFE/JAMES ROSS
3 Min. Lesezeit |

Die dreimonatige Sperre von Jannik Sinner wegen eines positiven Dopingtests sorgt für Kontroversen. Während italienische Medien den schnellen Vergleich mit der WADA begrüßen, kritisieren prominente Spieler den Fall als unfair.

In der Tenniswelt sorgt die dreimonatige Sperre von Jannik Sinner für anhaltende Diskussionen. Der italienische Tennisstar wurde im März 2024 positiv auf Clostebol getestet, was zu seiner Sperre führte. Interessanterweise beeinträchtigt die Sanktion seine Teilnahme an wichtigen Turnieren wie den French Open im Mai nicht, da er die Sperre nach einem Vergleich mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) akzeptierte. Er erklärte, dass das verbotene Steroid durch eine Massage über die Hände eines Betreuers in seinen Körper gelangte. Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) erkannte dabei kein vorsätzliches Fehlverhalten, während die WADA dennoch den Vergleich anstrebte.

In Italien wurde die Einigung zwischen Sinner und der WADA überwiegend positiv aufgenommen. Medien wie „Tuttosport“ und „Corriere della Sera“ begrüßten den Ausgang, da er Sinner erlaubt, ab dem 13. April wieder zu trainieren und ab dem 5. Mai zu spielen. Dies passt perfekt in seine Vorbereitungen für das Heimturnier in Rom, wo er sich in Topform präsentieren möchte.

Kritik von Spielern

Kritische Stimmen kommen jedoch von prominenten Spielern wie Alexander Zverev und Novak Djokovic. Zverev empfindet die Affäre als „seltsam“, während Djokovic den gesamten Prozess als unfair kritisiert. Er betonte, dass viele Spieler den Eindruck haben, dass Topspieler mit besseren Ressourcen bevorzugt werden. In Doha äußerte Djokovic, dass er in zahlreichen Gesprächen mit Spielern erfahren habe, dass viele unzufrieden mit dem Umgang des Prozesses seien: „Eine Mehrheit der Spieler denkt, dass es eine Bevorzugung gibt. Es scheint, dass du beinahe den Ausgang beeinflussen kannst, wenn du ein Topspieler bist, wenn du Zugang zu Topanwälten hast. Es ist kein gutes Bild für unseren Sport, das ist sicher.“ Er zog Vergleiche zu anderen Dopingfällen, wie denen von Simona Halep und Tara Moore, die seit Jahren um Klärung kämpfen oder gesperrt sind.

Expertenmeinungen

Der Doping-Experte Fritz Sörgel kritisierte die Entscheidung der WADA als „verheerend“ für den Anti-Dopingkampf und warnte vor den Konsequenzen für das Prinzip der „Strict Liability“. Er bemängelte, dass die geringe Menge Clostebol, die bei Sinner gefunden wurde, eine bedeutende Rolle in der Regeneration spielt und dass der Tennissport an Anstand verliere. Sörgel zeigte sich irritiert über die Begründung der WADA, die keine leistungssteigernde Wirkung des Stoffes erkennen wollte, und hob hervor, dass der Urintest keine präzisen Aussagen über die Substanzkonzentration liefern könne.

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Neben Sinner war auch Iga Swiatek im Gespräch, die im Vorjahr wegen eines positiven Tests auf Trimetazidin gesperrt wurde. Djokovic forderte eine Reform des Dopingverfahrens und betonte, dass er nicht an der Unschuld von Sinner und Swiatek zweifle. Die laufende Diskussion zeigt, dass die Spannungen im Tennis bezüglich Doping und Gerechtigkeit hoch sind, während die Spieler nach klareren und faireren Verfahren rufen.

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KO KOSMO-Redaktion
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