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Sportpolitik

Nach Tennis-Match: Handschlag-Eklat bei Australian Open

Nach Tennis-Match: Handschlag-Eklat bei Australian Open
Foto: epa/JOEL CARRETT
2 Min. Lesezeit |

Während Aryna Sabalenka sportlich ins Australian-Open-Finale einzieht, sorgt die demonstrative Handschlag-Verweigerung ihrer ukrainischen Gegnerin für Aufsehen.

Die Weltranglisten-Erste machte im Halbfinale kurzen Prozess und bezwang die an Position zwölf gesetzte Ukrainerin Elina Switolina klar mit 6:2, 6:3. Im Endspiel am Samstag wartet nun die Kasachin Jelena Rybakina, die als Nummer fünf des Turniers die Amerikanerin Jessica Pegula mit 6:3, 7:6 (7) aus dem Wettbewerb warf. Doch abseits der sportlichen Entscheidung sorgte eine andere Szene für Gesprächsstoff – ein vorhersehbarer Eklat am Netz.

Bereits auf ihrem Weg ins Halbfinale hatte Switolina mit Mirra Andrejewa und Diana Schnaider zwei russische Spielerinnen ausgeschaltet. Nach jedem dieser Matches verweigerte sie den traditionellen Handschlag, was ihr vom Melbourne-Publikum vereinzelt Pfiffe und Buhrufe einbrachte. Diesmal griff der Platzsprecher in der Rod Laver Arena vorsorglich ein und informierte die Zuschauer noch vor dem Matchball, dass es auch nach diesem Duell keinen Handschlag geben würde.

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Politischer Protest

Tatsächlich verzichteten beide Kontrahentinnen sowohl vor als auch nach der Partie auf den üblichen Händedruck. Switolina praktiziert diese Verweigerungshaltung gegenüber Spielerinnen aus Russland und Belarus bereits seit geraumer Zeit. „Ich gebe Russinnen und Belarussinnen nicht die Hand, so einfach ist das“, hatte die 31-jährige Ukrainerin schon beim Aufeinandertreffen mit Sabalenka bei den French Open 2023 unmissverständlich erklärt.

Klare Haltung

Ihre Entscheidung steht in direktem Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022. „Ich repräsentiere mein Land, ich habe eine Stimme und eine Haltung in diesem Krieg. Was Russland und seine Soldaten in unserem Land angerichtet haben, ist schrecklich„, betonte Switolina. Sabalenka hingegen vermeidet politische Stellungnahmen konsequent. „Ich bin für den Frieden. Daran hat sich nichts geändert. Und mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, erklärte sie knapp.

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KO KOSMO-Redaktion
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