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Kurtaxe

Nächstes Urlaubsland verlangt Abgabe: Touristen-Boom bringt erste Steuer-Keule

Nächstes Urlaubsland verlangt Abgabe: Touristen-Boom bringt erste Steuer-Keule
FOTO: iStock/MissTuni
2 Min. Lesezeit |

Norwegen führt eine neue Touristenabgabe ein, um dem wachsenden Besucheransturm zu begegnen. Überlastete Gemeinden dürfen künftig drei Prozent auf Übernachtungen erheben.

Norwegen reagiert auf den wachsenden Touristenansturm mit einer neuen finanziellen Regelung. Das Parlament hat am Donnerstag ein Gesetz beschlossen, das es Kommunen in stark frequentierten Regionen ermöglicht, eine dreiprozentige Nachtabgabe für Hotelaufenthalte sowie für Übernachtungen in privaten Unterkünften über Plattformen wie Airbnb einzuheben. Die generierten Einnahmen dürfen ausschließlich in touristische Infrastruktur fließen. Gemeinden müssen für die Einführung dieser Kurtaxe nachweislich überlastete Infrastrukturen vorweisen und ihre Pläne von der Regierung absegnen lassen.

Die Regelung könnte künftig auch auf Kreuzfahrtschiffe ausgeweitet werden, die norwegische Häfen ansteuern.

Rekordbesucherzahlen

Der skandinavische Staat verzeichnet seit Jahren einen kontinuierlichen Anstieg der Besucherzahlen. 2024 wurde mit 38,6 Millionen Übernachtungen ein neuer Höchstwert erreicht, wie offizielle Statistiken belegen. In beliebten Urlaubsorten führt dieser Andrang zunehmend zu Problemen, besonders im Bereich der sanitären Einrichtungen, die dem Besucheransturm nicht standhalten können.

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In lokalen Medienberichten klagen Einheimische darüber, dass Touristen ihre Gärten als Toiletten nutzen. Die Hotelbranche positionierte sich gegen die Abgabenpläne und äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher negativer Auswirkungen auf das Geschäft.

Die Beliebtheit Norwegens als Reiseziel nimmt stetig zu. Mit der neu beschlossenen Abgabe will das Land einer möglichen Überlastung durch Massentourismus entgegenwirken.

Auch Kreuzfahrtschiffe könnten künftig mit einer Steuer belegt werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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