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Existenzsorgen

Neue AMS-Regeln ab 2026 sorgen bei Arbeitslosen für Existenzangst

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FOTO: AMS, iStock

Die geplante Streichung des Zuverdienstes für Arbeitslose sorgt für Unruhe. Besonders Auszubildende bangen um ihre finanzielle Grundlage während der Qualifizierung.

Ab 2026 soll Arbeitsuchenden die Möglichkeit genommen werden, ihr Arbeitslosengeld durch geringfügige Tätigkeiten aufzustocken. Diese Neuregelung soll bewirken, dass Betroffene sich intensiver auf die Suche nach einer regulären Beschäftigung konzentrieren. In der Praxis sorgt die angekündigte Änderung jedoch für erhebliche Verunsicherung. Viele Menschen sind auf den Zuverdienst angewiesen, besonders wenn sie längerfristige Ausbildungen absolvieren möchten. Die Beratungsstellen der AK Oberösterreich verzeichnen bereits jetzt einen Anstieg von Anfragen besorgter Arbeitnehmer, die ohne Zusatzeinkommen ihre geplanten Weiterbildungen nicht finanzieren könnten.

⇢ Ab 2026: AMS-Zuverdienst wird angepasst

AK-Präsident reagiert

Der Präsident der Arbeiterkammer, Andreas Stangl, sieht die Ankündigung positiv, dass während einer Ausbildung weiterhin geringfügige Beschäftigungen möglich sein sollen. Er mahnt jedoch zur Eile bei der konkreten Ausgestaltung dieser Regelung. “Ich begrüße die Ankündigung, dass es künftig doch möglich sein soll, während einer Ausbildung einer geringfügigen Beschäftigung nachzugehen. Die neuen Kriterien dafür müssen aber zügig festgelegt werden und es muss mehr sein, als nur das Pflegestipendium”, sagt Stangl.

Perspektiven erhalten

Die Option auf geringfügige Beschäftigung während einer Qualifizierungsmaßnahme bietet vielen Betroffenen nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern eröffnet ihnen auch Perspektiven für den späteren Einstieg in ein vollversichertes Arbeitsverhältnis nach Abschluss ihrer Ausbildung. “Erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik schafft praxistaugliche Rahmenbedingungen auch in Zeiten knapper Budgets. Die Bundesregierung sollte daher bald Klarheit schaffen.

Die Möglichkeit zum geringfügigen Zuverdienst bei Aus- und Weiterbildungen muss erhalten bleiben”, fordert Stangl weiter.