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Neue Lagezuschlagskarte: Günstigeren Mieten in Wien

Wien Mieten
Die neue Regelung trifft auf rund 120.000 Wiener. (Foto: iStock/Symbolbild)

Durch die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) wird es künftig für Vermieter schwieriger Lagezuschläge für Wohnungen zu verlangen, berichtet „orf“. Deshalb werden in Wien in vielen Stadtgebieten solche Zuschläge nicht mehr erlaubt sein.

Durch diese Entscheidung des OGHs sollten die Mieten gesenkt werden, so Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ). Die gesamte Stadt wurde nach den geänderten Kriterien in Bezug auf Lagezustände analysiert. Dafür waren Gaals Ressort und das Magistrat verantwortlich. Die Ergebnisse der Analyse sind auf einer Lagezuschlagskarte abgebildet, die man online gratis abrufen kann.

Rund um den Gürtel und in den äußeren Lagen der Westbezirke darf kein Aufpreis verlangt werden. Bisher gab es in 42 Prozent aller Zählgebiete keinen Zuschlag, jetzt sind es 67 Prozent. „Geht man von einer 80 Quadratmeter und einem – im Durchschnitt liegenden – Zuschlag von 2,18 Euro pro Quadratmeter aus, wäre das eine Ersparnis von etwa 180 Euro im Monat“, erklärt Arthur Mannsbarth von der MA 25 (Stadterneuerung und Prüfstelle für Wohnhäuser).

Das Höchstgericht entschied, dass für die Zulässigkeit eines Lagezuschlags nicht nur der Grundkostenanteil (Grundstückkosten) hineinfließen kann. Zur Beurteilung der Lage sollen die öffentliche Anbindung, Bildungsinstitutionen, Supermärkte, Parkanlagen mit einbezogen werden. Von der neuen Regelung sind rund 120.000 Wiener, die Mieter in Altbauten (Häuser die vor 1945 errichtet wurden) sind und der Mietvertrag nicht vor dem 1. März 1993 unterzeichnet wurde. Weitere Informationen erhält man bei der Mieterhilfe.

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Gebiete, in denen ein Lagezuschlag verlangt wurde, sind deutlich verringert worden. (Foto: Stadt Wien)
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