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Impfdebatte

Neugeborenen-Schutz gekippt: Trump lässt Impfvorschriften für Kinder überprüfen

Neugeborenen-Schutz gekippt: Trump lässt Impfvorschriften für Kinder überprüfen
FOTO: EPA/FRANCIS CHUNG
2 Min. Lesezeit |

US-Präsident Donald Trump hat eine Überprüfung der Impfvorschriften für Kinder angeordnet. Das Weiße Haus in Washington gab bekannt, dass eine Angleichung an die Standards vergleichbarer Industrieländer angestrebt wird. Nach offiziellen Angaben wurden der Gesundheitsminister sowie der Direktor der Gesundheitsbehörde CDC angewiesen, die bestehenden Impfrichtlinien für Kinder zu aktualisieren.

Die Vorgaben sollen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Verfahren anderer Industriestaaten angepasst werden, sofern diese den aktuellen US-Empfehlungen überlegen sind. Trump begrüßte außerdem die Entscheidung der Impfberater seiner Regierung, die langjährige Empfehlung zur Hepatitis-B-Impfung für alle Neugeborenen in den USA aufzuheben. Laut dem Informationsblatt des Weißen Hauses soll der Zugang zu den derzeit verfügbaren Impfstoffen für US-Bürger jedoch weiterhin gewährleistet bleiben.

Kontroverse Debatte

Die Impfdebatte sorgt derzeit für erhebliche Kontroversen in den Vereinigten Staaten. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy steht in der Kritik, da er entgegen der vorherrschenden wissenschaftlichen Meinung einen möglichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus herstellt. Florida kündigte vor Kurzem an, sämtliche staatlichen Impfvorschriften abzuschaffen.

Joseph Ladapo, der Generalarzt Floridas, setzt sich dafür ein, dass Schulkinder künftig auch ohne Impfnachweis am Unterricht teilnehmen können. Er bezeichnet medizinische Vorschriften an Schulen als »unmoralischen« Eingriff in die Rechte der Bürger. Ladapo behauptete zudem, diese Vorgaben würden an »Sklaverei« grenzen und Eltern daran hindern, selbständig über die Gesundheit ihrer Kinder zu entscheiden.

Westküsten-Allianz

Die US-Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington verfolgen hingegen einen völlig anderen Ansatz. Wie die »New York Times« und mehrere regionale Medien berichten, planen diese Staaten als Reaktion auf die Verschlechterung der Gesundheitssituation die Gründung einer »Gesundheitsallianz«, die gemeinsame Impfempfehlungen koordinieren soll.

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KO KOSMO-Redaktion
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