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Zielfahnder schlagen zu: Gesuchter Kinderschänder am Flughafen gefasst

Zielfahnder schlagen zu: Gesuchter Kinderschänder am Flughafen gefasst
FOTO: iStock/Fonyó István
2 Min. Lesezeit |

**Mit dem Vorwand, einen Christkindlmarkt zu besuchen, reiste ein international gesuchter Sexualstraftäter nach Österreich. Am Flughafen Wien endete seine Flucht abrupt.**

Am Flughafen Wien-Schwechat haben österreichische Zielfahnder einen 38-jährigen Mexikaner festgenommen, der von den US-Behörden wegen schwerer Sexualdelikte gesucht wurde. Die Festnahme erfolgte vor vier Tagen aufgrund eines Auslieferungsersuchens der Vereinigten Staaten, wie das Bundeskriminalamt am Samstag mitteilte. Gegenüber den Ermittlern gab der Mann an, er habe einen Christkindlmarkt in Österreich besuchen wollen.

Dem Verdächtigen werden sexueller Missbrauch von Unmündigen, teils in schwerer Form, sowie der Besitz von Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger vorgeworfen. Die US-Behörden des Department of Homeland Security hatten zuvor um Unterstützung bei den österreichischen Behörden ersucht.

⇢ Opfer ohne Schutz? Die Lücken im österreichischen Sexualstrafrecht

Behördenkooperation

Die Fahndungsoperation wurde in Zusammenarbeit mehrerer Behörden durchgeführt, darunter das Bundeskriminalamt, der HSI-Attaché der US-Botschaft in Wien, die Staatsanwaltschaft Korneuburg und die Kriminaldienstgruppe am Flughafen Wien-Schwechat. „Die Festnahme unterstreicht erneut die hohe Professionalität unserer Zielfahndung. Solche Erfolge sind nur möglich, wenn nationale und internationale Partner mit höchster Präzision und Vertrauen zusammenarbeiten“, so der Direktor des Bundeskriminalamtes Andreas Holzer.

Nach Anordnung der zuständigen Staatsanwältin wurde der Festgenommene in die Justizanstalt Korneuburg überstellt und noch am selben Tag der verantwortlichen Richterin vorgeführt. Die Auslieferungshaft wurde ebenfalls am 2. Dezember 2025 verhängt. Bei einer Verurteilung muss der Mexikaner mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 25 Jahren rechnen.

Weitere Festnahme

Auch im Salzburger Pinzgau konnten Fahnder einen Erfolg verzeichnen. Am Freitag gelang in Saalbach die Festnahme eines Mannes, der per EU-Haftbefehl gesucht wurde. Der 51-jährige Kroate war laut Angaben der Exekutive auf der Flucht, nachdem er wegen schweren Betrugs zu 14 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden war.

Der Mann wurde auf Anweisung der Staatsanwaltschaft in die Salzburger Justizanstalt eingeliefert und befindet sich nun in Haft.