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UMWELTSCHUTZ

Österreich führt Pfand auf Flaschen und Dosen ein

(FOTO: iStockphoto/Mike Richter)
(FOTO: iStockphoto/Mike Richter)

Ab 2025 wird in Österreich für Plastikflaschen und Getränkedosen Pfand in Höhe von 25 Cent pro Flasche eingehoben. Wie die Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) bei der Pressekonferenz am Donnerstag mitteilte, ist dieser Betrag “hoch genug, um einen Anreiz zu schaffen, aber nicht zu hoch“.

Nach der Konsumation der Getränke können Verbraucher die Verpackung bei jedem Verkäufer dieser Produkte zurückgeben und erhalten dafür das Pfand zurückerstattet.  „Auf diese Weise schützen wir unsere Natur und sorgen dafür, dass Plastikflaschen und Dosen fachgerecht recycelt werden“, meinte dazu Umweltministerin Gewessler.

Die Einführung eines allgemeinen Pfandes auf Plastikflaschen und Alu-Getränkedosen wurde bereits mit der Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG) vor rund circa einem Jahr beschlossen. Bestimmte Details, wie zum Beispiel die Pfandhöhe, mussten allerdings zuerst in Arbeitsgruppen unter Einbeziehung der Hersteller, Händler und Vertreter des Umweltministeriums ausgearbeitet werden.

Nun wurde eine Einigung erzielt und ein Pfand in Höhe von 25 Cent auf Plastikflaschen von 0,1 bis drei Liter und Alu-Dosen beschlossen. Das Pfand wird von den Verbrauchern beim Kauf bezahlt und bei der Rückgabe zurückerstattet. Milchprodukte und Milchmischgetränke sind aus hygienischen Gründen vom Pfand ausgenommen.

Pfandflaschen können generell in jedem Geschäft zurückgegeben werden, in dem die entsprechenden Produkte verkauft werden. Für kleine Läden gibt es jedoch Ausnahmen: sie müssen nur die Menge von Flaschen annehmen, die ihrem üblichen Umsatz entspricht bzw. nur für Produkte, die sie tatsächlich im Sortiment haben. Das bedeutet konkret: Wenn eine Bäckerei nur 0,5-Liter-Plastikflaschen verkauft, muss sie nur solche Pfandflaschen wieder zurücknehmen.

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