Zwei Meter groß, akkubetrieben und stets im Dienst – in ausgewählten SPAR-Filialen rollt „Tally“ durch die Gänge und revolutioniert die Inventur im österreichischen Lebensmittelhandel.
SPAR testet Inventurroboter in zwei österreichischen Filialen. Der akkubetriebene Helfer namens „Tally“ scannt seit Anfang Juli Regale in einem Wiener Eurospar und einem Interspar in Eisenstadt, um den Warenbestand zu kontrollieren. Mit dieser Innovation will der Lebensmittelhändler sein Verkaufspersonal entlasten und das Einkaufserlebnis verbessern.
Der knapp zwei Meter hohe Roboter absolviert mehrmals täglich Kontrollgänge und erstellt nach jeder Bestandsaufnahme einen detaillierten Report, der automatisch an die Mitarbeiter gesendet wird. SPAR-Vorstandsvorsitzender Hans K. Reisch erklärt: „Wir prüfen kontinuierlich zukunftsorientierte technologische Lösungen, die im Weiteren unsere Mitarbeitenden bei ihrer Arbeit entlasten.“ Der auf fünf Monate angelegte Testbetrieb beginnt mit einer vierwöchigen Einlernphase, bevor Mitte August der Vollbetrieb startet.
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Technische Ausstattung
Der mobile Inventurhelfer überwacht den gesamten Lebensmittelbereich in beiden Testmärkten und ist mit mehreren Kameras ausgestattet. SPAR versichert, dass versehentlich aufgenommene Personenbilder sofort und automatisch gelöscht werden. Der Roboter verfügt über keine Sprachfunktion und ist nicht für die Interaktion mit Menschen konzipiert.
Nach Abschluss der Testphase wird SPAR über eine mögliche Verlängerung oder Ausweitung des Einsatzes entscheiden.
Effizienzsteigerung durch Robotertechnologie
Laut Herstellerangaben arbeitet „Tally“ mit beeindruckender Präzision: Die Regale werden mit einer Genauigkeit von 99 Prozent gescannt, wobei bis zu zehnmal mehr Fehlbestände erkannt werden als bei herkömmlichen manuellen Kontrollen. Die Technologie liefert Bestandsdaten nahezu in Echtzeit, was nicht nur die Warenverfügbarkeit optimiert, sondern auch Fehler bei Preisauszeichnungen reduziert.
Internationale Erfahrungen mit der Tally-Technologie zeigen, dass der Robotereinsatz den Zeitaufwand für routinemäßige Inventurarbeiten deutlich verringert. Dies eröffnet dem Verkaufspersonal mehr Freiraum für kundenorientierte Tätigkeiten – ein wesentlicher Faktor für die steigende Beliebtheit dieser Technologie im internationalen Einzelhandel. Mehrere ausländische Handelsketten haben nach erfolgreichen Pilotphasen ihre Roboterflotten bereits erweitert und setzen die Technologie als strategisches Instrument zur Stärkung ihrer Betriebsabläufe ein.