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GERICHT

Österreicher, Serbe & Türke missbrauchen zwei Jugendliche

Österreicher, Serbe & Türke missbrauchen zwei Jugendliche
Symbolbild (FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Am Salzburger Landesgericht beginnt ein brisanter Prozess gegen junge Männer wegen sexuellen Missbrauchs. Handyvideos sollen die Taten belegen.

Am Freitag beginnt am Salzburger Landesgericht ein bedeutsamer Prozess zu einem Vorfall, bei dem eine Gruppe junger Männer im Alter von 16 bis 20 Jahren angeklagt ist, zwei Jugendliche in Bischofshofen im Pongau sexuell missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, die Taten nicht nur begangen, sondern auch gefilmt zu haben.

Laut den Anklagebehörden existieren Handyvideos, die zwei der Angeklagten am 25. Dezember 2023 in der Wohnung eines der Mädchen aufgenommen haben sollen. Diese Videos, die während der Abwesenheit der Eltern des Opfers entstanden sind, zeigen laut Anklage sowohl die Übergriffe als auch die Gesichter der Täter.

Hintergrund der Angeklagten

Die Gruppe der Beschuldigten setzt sich aus Personen mit türkischem, serbischem und österreichischem Migrationshintergrund zusammen. Ihnen wird zur Last gelegt, in unterschiedlichen Konstellationen sexuelle Handlungen an den zwei stark alkoholisierten Mädchen vorgenommen zu haben, die zum Tatzeitpunkt 15 und 16 Jahre alt waren. Die Anklage betont, dass die Opfer schwere psychische Schäden davontrugen.

Zum Zeitpunkt der Tat waren die Angeklagten noch unbescholten. Seitdem wurden jedoch einige in anderen Fällen verurteilt, unter anderem wegen eines gewalttätigen Angriffs auf einen 22-Jährigen am Bahnhof in Bischofshofen im vergangenen Sommer. Zudem wurde der älteste der Angeklagten wegen der Verbreitung von Propaganda des Islamischen Staates verurteilt.

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Prozess und mögliche Folgen

Diese Vorstrafen könnten sich im aktuellen Verfahren negativ auf das Strafmaß auswirken. Bislang haben sich die Beschuldigten nicht zu den aktuellen Vorwürfen geäußert. Der auf vier Tage angesetzte Prozess könnte für die jungen Männer Haftstrafen von bis zu siebeneinhalb Jahren zur Folge haben, in einem Fall sogar bis zu 15 Jahren.