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REGIERUNGSBILDUNG

ÖVP, SPÖ und NEOS: Verhandlungen „auf der Zielgeraden“

ÖVP, SPÖ und NEOS: Verhandlungen „auf der Zielgeraden“
FOTO: EPA-EFE/MAX SLOVENCIK/FILIP SINGER
3 Min. Lesezeit |

Österreichs politische Szene brodelt: ÖVP, SPÖ und NEOS planen ein Regierungsbündnis. Der Bundespräsident sieht die Verhandlungen auf der Zielgeraden.

Die politische Landschaft in Österreich steht vor einer bedeutenden Veränderung, da die Vorsitzenden von ÖVP, SPÖ und NEOS Bundespräsident Alexander Van der Bellen über ihre Absicht informiert haben, gemeinsam eine Regierung zu bilden. Van der Bellen äußerte, dass die Koalitionsverhandlungen nun auf der „Zielgeraden“ seien, was er angesichts der aktuellen Herausforderungen als dringend notwendig erachtet. Er hob die Bedeutung hervor, die „Stimmung im Land zu sanieren“ und neue Zuversicht zu schaffen.

Die geopolitische Lage und die allgemeine Budgetsituation stellen die kommenden Jahre als herausfordernd dar, wobei Europa und insbesondere Österreich eine aktive Rolle spielen sollen. Der Fokus liegt auf entschlossenem Handeln in der inneren Sicherheit und einer zügigen Verbesserung der Lage.

Optimismus der Parteiführer

Die Parteiführer der drei Parteien zeigten sich optimistisch über die bevorstehende Regierungsbildung. Christian Stocker von der ÖVP betonte, dass eine gemeinsame Basis existiere und dass man bestrebt sei, „zeitnah“ eine Regierung zu bilden. Er nannte die Schwerpunkte Sicherheit, leistbares Leben, Bildung und staatliche Reformen. Andreas Babler von der SPÖ unterstrich die Priorität der Staatsinteressen über Parteiinteressen und rief zu mehr Kompromissbereitschaft auf. Er bezeichnete die vergangenen Verhandlungstage als intensiv und sprach von einem „Finalisierungsprozess“.

Beate Meinl-Reisinger von den NEOS beschrieb die Situation als „keine leichte“ und erwähnte, dass die Bevölkerung Geduld benötige. Sie kündigte eine Mitgliederabstimmung für den 2. März an, gefolgt von einem möglichen Angelobungstermin am 3. oder 4. März. Die Verhandlungen werden intensiv fortgesetzt, wobei Bildung am Sonntag ein zentrales Thema sein wird.

Herausforderungen und Kritik

Der erste Versuch einer Dreierkoalition scheiterte Anfang Januar, als die NEOS ausstiegen. ÖVP und SPÖ hätten zwar zu zweit eine Mehrheit, doch diese wäre nur knapp abgesichert. Innerhalb der NEOS bestehen Bedenken über den Eintritt in die Regierung, wie der Tiroler Abgeordnete Dominik Oberhofer äußerte. Die FPÖ kritisierte die Dreierverhandlungen scharf und bezeichnete sie als „größten Wählerbetrug der jüngeren Politikgeschichte“. Generalsekretär Michael Schnedlitz warf der ÖVP vor, bereits vor der Wahl Verhandlungen mit SPÖ und NEOS geführt zu haben.

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Der grüne Parteichef Werner Kogler begrüßte die mögliche neue Koalition und sah die Gefahr eines rechtsextremen FPÖ-Bundeskanzlers als gebannt. Er betonte, dass die Grünen keine „rechten und rechtsextremen“ Misstrauensanträge unterstützen würden.

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KO KOSMO-Redaktion
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