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Opfer von Messer-Attacke Vedran M.: „Dachte schon, Mama muss zu meiner Beerdigung“

Symbolbild (FOTOS: iStockphoto)

Vergangenen Juni kam es zu einem blutigen Angriff in der Wiener U-Bahn. Der Angreifer wurde wegen Mordversuchs zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Nachdem das spätere Opfer Vedran M. (29) die Freundin von Raphael L. (25) kommentierte, rastete 25-Jährige komplett aus. Mit einem 13 Zentimeter langen Küchenmesser stach er zu.

Beinahe traf er die Lunge des 29-Jährigen, was für den jungen Mann tödlich ausgegangen wäre. „Wäre einer der beiden Einstichwinkel um wenige Grad abgewichen, hätte es M. das Leben gekostet“, so der Gerichtsmediziner am Montag am Wiener Landesgericht.

Notoperation geglückt
Vedran M. wurde sofort ins Spital eingeliefert und musste notoperiert werden. „Ich hatte schon Angst, dass meine Mutter zu meiner Beerdigung kommen muss“, schilderte das Opfer vor Gericht. Dank Videomaterial aus den Überwachungskameras der Wiener Linien konnte der Täter schnell ausgeforscht werden.

Vor Gericht gab er an, das Opfer nicht töten haben zu wollen. Noch im November entschied ein Schwurgericht auf schwere Körperverletzung. Die Berufsrichter widersprachen und setzten das Urteil schlussendlich aus. Nun fiel am Montag das neue Urteil. Wegen Mordversuchs muss der 25-Jährige zwölf Jahr hinter Gitter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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