Ein vertrautes Gesicht im ORF-Abendprogramm verschwindet – und hinterlässt eine Lücke, die vorerst niemand füllen will.
Der ORF stellt das täglich ausgestrahlte „ZiB Magazin“ mit Ende des laufenden Jahres ein. Die Entscheidung fällt im Zuge eines umfassenden Sparkurses in der Informationsabteilung des Senders. Bisher war das Format werktäglich kurz nach 20 Uhr zu sehen.
Neuauflage ab 2027
Der Spardruck, dem der ORF derzeit ausgesetzt ist, macht die Einstellung des „ZiB Magazins“ unausweichlich. Der Sender muss bis 2026 ein Sparpaket von mehr als 300 Millionen Euro umsetzen, um die Finanzierung öffentlich-rechtlicher Kernaufträge und publikumsstarker Hauptabendangebote zu sichern. Die Chefredaktion bezeichnet den Schritt als „eine der ersten Maßnahmen im Rahmen der notwendigen Einsparungen in der ORF-Information.“ Das Einsparvolumen wird im hohen sechsstelligen Bereich verortet.
Für 2027 ist eine Neuauflage des Formats vorgesehen, die Elemente aus Magazinjournalismus, Reportage und Dokumentation miteinander verbinden soll. Geplant sind zehn bis zwölf Ausgaben im Umfang von jeweils rund 50 Minuten.
Offene Fragen
Welches Programm den frei werdenden Sendeplatz künftig füllen wird, ist bislang offen. Auch die Zukunft der „Millionenshow“ bleibt Gegenstand längerfristiger Überlegungen – die Sendung ist nach Angaben des ORF bis Sommer 2027 finanziert.
Zuerst hatte der „Kurier“ über die bevorstehenden Programmänderungen berichtet, die APA bestätigte die Informationen in der Folge.