Von der Geburtstagsfeier direkt in den Albtraum: Ein 66-jähriger Salzburger traf in seinem Garten auf bewaffnete Einbrecher – und griff zur eigenen Pistole.
Ein 66-jähriger Pensionist feierte am Donnerstag seinen Geburtstag im Kreise seiner Familie. Nach den Feierlichkeiten bei seiner Schwester machte er sich gegen 16 Uhr auf den kurzen Heimweg nach Salzburg-Gnigl. Was als festlicher Tag begann, nahm jedoch eine dramatische Wendung, als er sein Grundstück erreichte.
📍 Ort des Geschehens
Der Salzburger traf nach bisherigen Erkenntnissen in seinem Garten auf zwei Einbrecher – einen Mann und eine Frau. Die Situation eskalierte rasch, als das Duo ein Messer zog. Nach Darstellung des Pensionisten bedrohte ihn der männliche Eindringling mit der Waffe. In dieser bedrängten Lage griff der 66-Jährige zu seiner legal besessenen Pistole und feuerte. Dabei verletzte er einen der Einbrecher schwer. Nachbarn berichteten der „Krone“ von mindestens drei Schüssen, die zu hören waren. Für Außenstehende bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr.
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Polizeieinsatz folgte
Nach dem Vorfall alarmierte der Pensionist selbst die Einsatzkräfte. Die Polizei riegelte das Gebiet weiträumig ab, sodass Anrainer mehrere Stunden nicht zu ihren Häusern gelangen konnten. Während Ermittler am Tatort Beweise sicherten, versorgte ein Notarztteam des Roten Kreuzes den Verletzten. Das Landeskriminalamt Salzburg übernahm die Tatortarbeit und untersucht nun den genauen Ablauf der Ereignisse. Der 66-Jährige musste noch am selben Abend bei der Polizei aussagen.
Laut Polizei bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für unbeteiligte Personen, da sich der Vorfall ausschließlich im Garten des Hauses abspielte und die Einsatzkräfte rasch vor Ort waren. Nähere Details zum Ablauf oder zu den Beteiligten wurden von den Ermittlungsbehörden bislang nicht veröffentlicht.
Schwester berichtet
Im Gespräch mit der „Krone“ schilderte die Schwester des Schützen ihre Eindrücke: „Wir haben bei mir seinen Geburtstag gefeiert, ich wohne ja nicht weit weg. Ich musste dann weg und bin zum Bus gegangen. Mein Bruder ist auch nach Hause“, erklärte sie. Weiter berichtete sie: „Kurz darauf habe ich lauter Polizeiautos und die Rettung mit Blaulicht fahren sehen. Ich hätte nie gedacht, wohin die gerade wirklich unterwegs sind.“
Wenig später erhielt die Frau einen Anruf ihres Bruders, der ihr von dem Zwischenfall berichtete. „Er hat mir gesagt, dass er sich verteidigt hat und einen Mann getroffen hat“, gab sie wieder.
Der blutige Ausgang dieser Geburtstagsfeier wirft auch am Tag danach zahlreiche Fragen auf.
Die genauen Umstände des Vorfalls beschäftigen nicht nur die Ermittlungsbehörden.