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Familientag

Plötzliche Windböe weht Hüpfburg fort: „Kinder schrien unter der Luftburg“ (VIDEO)

Plötzliche Windböe weht Hüpfburg fort: „Kinder schrien unter der Luftburg“ (VIDEO)
(Foto: Pexels)
3 Min. Lesezeit |

Plötzlich hebt der Wind die Hüpfburg an, Kinder schreien, Eltern greifen ein. Was als fröhlicher Familientag begann, verwandelte sich im Appenzell in bange Momente.

Ein Familienausflug im Appenzell nahm am Samstagnachmittag eine bedrohliche Wendung, als eine Windböe eine Hüpfburg erfasste. Die Veranstaltung „FM1 Hüpfburgen-Spass“ auf dem Zielplatz, die laut Veranstalter ein Wochenende voller Aktivitäten und Unterhaltung bieten sollte, wurde unerwartet zum Schauplatz angsterfüllter Momente.

Videoaufnahmen einer Besucherin dokumentieren den Vorfall: Ein plötzlicher Windstoß hob die aufblasbare Spielanlage an, drehte sie zur Seite und versetzte Eltern wie Kinder in Alarmbereitschaft.

@blick 🏰💨 In Appenzell wurde am Samstagnachmittag eine Hüpfburg von einem kräftigen Windstoss erfasst. Die Burg wurde mehrere Meter durch die Luft gewirbelt. • #appenzell #newsschweiz ♬ Originalton – Blick

Die Augenzeugin, die mit ihren zwei kleinen Kindern vor Ort war und anonym bleiben möchte, schildert dramatische Szenen: „Es gab Panik. Wir waren sehr geschockt und hatten Angst.“ Besonders beunruhigend sei gewesen, dass „Kinder unter die Hüpfburg geraten und geschrien“ hätten. „Viele Kinder haben über Schmerzen in Armen oder Beinen geklagt.“ Die anwesenden Eltern hätten umgehend reagiert und die Kleinen unter der Luftburg hervorgeholt. „Es war gefährlich für die Kinder. Zum Glück ist nichts passiert“, resümiert die Besucherin.

Unerwartete Windböe

Der Veranstaltungsleiter Paddy Schai von Gadeworld zeigt sich betroffen. „Natürlich tut uns sehr leid, was passiert ist“, erklärt er auf Nachfrage. Laut seiner Darstellung wurde die Hüpfburg durch eine unerwartete Böe beschädigt, was den Zwischenfall erst ermöglichte. „Den ganzen Samstag über habe kaum ein Lüftchen geweht. Auch die Vorhersage, die wir stündlich geprüft haben, hat keinen Wind angezeigt.“ Plötzlich kam jedoch eine Böe unter die Hüpfburg“, erläutert der Organisator die Umstände.

Nach Schais Angaben befanden sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nur wenige Kinder auf der Spielanlage. „Am Anfang gab es Unruhe und Schreie, fünf Minuten später war die Situation wieder im Lot.“ Erfreulicherweise sei niemand körperlich verletzt worden. Ein Mädchen erlitt jedoch einen Schock und wurde vorsorglich medizinisch betreut. „Die Sanität hat sich dann sofort um sie gekümmert. Zur Kontrolle wurde sie anschließend ins Spital gebracht. Dem Mädchen geht es aber bereits wieder super. Sie ist heute schon wieder auf dem Platz“, berichtet der Veranstalter.

Verstärkte Sicherheit

Als Konsequenz aus dem Vorfall wurden für den Sonntag zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen.

Die Hüpfburg wurde mit etwa 1,2 Meter langen Bolzen verstärkt verankert, wie der Organisator mitteilt.

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Neue Sicherheitsvorschriften

Der Vorfall im Appenzell ist kein Einzelfall. Die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) registrierte 2024 landesweit 38 Unfälle mit aufblasbaren Spielgeräten, wobei in acht Fällen Windböen die Ursache waren. Als Reaktion auf die zunehmende Zahl solcher Vorfälle werden in der Schweiz ab Januar 2025 strengere Regeln gelten: Betreiber von Hüpfburgen müssen dann eine spezielle Sicherheitszertifizierung nachweisen und einen Notfallplan für Wetterextreme vorlegen.

Auch im Nachbarland Österreich wurden nach einem ähnlichen Vorfall in Niederösterreich im April 2025 die Sicherheitsauflagen verschärft. Dort müssen Betreiber die Verankerung von Hüpfburgen bereits ab Windstärke 3 (ca. 20 km/h) zusätzlich mit Ballast verstärken und ab Windstärke 5 den Betrieb komplett einstellen. Ob der Veranstalter im Appenzell alle bestehenden Sicherheitsrichtlinien eingehalten hat, ist Teil der laufenden Untersuchungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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