Die Bundestagswahl hat die deutsche Politiklandschaft erschüttert: CDU und AfD verzeichnen deutliche Gewinne, während die Ampel-Koalition schwächelt.

Die Bundestagswahl in Deutschland hat die politische Szenerie dramatisch verändert. Bereits im Vorjahr hatte Kanzler Olaf Scholz durch die Entlassung von Finanzminister Christian Lindner die Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen ins Wanken gebracht, und zu Neuwahlen geführt. Die Umfragen zeigten bereits im Vorfeld, dass alle drei Parteien hinter ihren Ergebnissen von 2021 zurücklagen, während CDU und AfD deutliche Zugewinne verzeichneten.
Die erste Hochrechnung des ZDF zeigt die CDU/CSU mit etwa 29 Prozent als stärkste Kraft. Die AfD erreicht rund 20 Prozent und verdoppelt damit nahezu ihr Ergebnis von 2021. Die SPD erleidet mit etwa 16 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis und landet auf dem dritten Platz. Die Grünen kommen auf 13,5 Prozent, während die Linke 8,5 bis 9 Prozent erzielt. FDP und die neue Sahra-Wagenknecht-Allianz liegen jeweils um die 5-Prozent-Hürde.
Die Hochrechnung zur #Bundestagswahl2025 pic.twitter.com/sJYNaUSfzF
— ZDFheute (@ZDFheute) February 23, 2025
Höhere Wahlbeteiligung
Ein endgültiges Ergebnis wurde erst am Montagmorgen erwartet, doch die Wahlbeteiligung schien gestiegen zu sein. In Sachsen etwa hatten bis 12 Uhr mehr Menschen gewählt als zur gleichen Zeit 2021. Landeswahlleiter Martin Richter berichtete von einer Wahlbeteiligung von 27,1 Prozent, verglichen mit 25,9 Prozent bei der letzten Wahl.
Auch in Niedersachsen war die Wahlbeteiligung bis Mittag mit 42,9 Prozent höher als 2021, wo sie 36,6 Prozent betrug. Thüringen meldete um 12 Uhr eine Beteiligung von 44,5 Prozent, im Vergleich zu 24,6 Prozent zuvor. In München lag die Beteiligung inklusive Briefwähler um 12 Uhr bei 61,2 Prozent, etwas mehr als 2021. Nürnberg verzeichnete mittags eine Beteiligung von 33,5 Prozent, gegenüber 32,5 Prozent im Jahr 2021.
[crp box=“1″ limit=“3″ heading=“1″ offset=“0″]
Augsburg meldete bis 12 Uhr eine Wahlbeteiligung von 30,2 Prozent, verglichen mit 25,4 Prozent im Jahr 2021. Würzburg verzeichnete einen Anstieg auf 30,7 Prozent bis mittags, während es 2021 nur 21,7 Prozent waren. Auch Bremen, Köln und Sachsen-Anhalt berichteten von höheren Wahlbeteiligungen, während in Hamburg bis 11 Uhr weniger Wähler an die Urnen kamen.