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WIEN OTTAKRING

Polizei schnappt Betrügerin mit 50.000 € und Gold in der Unterwäsche

(FOTOS: LPD NÖ/LKA, iStockphoto)

Ein Betrüger-Quartett aus Polen gab sich im Bezirk Tulln als falsche Polizisten aus und sackte insgesamt 180.000 Euro ein. In Wien Ottakring konnten die Beamten der Bande endlich das Handwerk legen – und staunten nicht schlecht.

Mit einer alt bekannten Betrugsmasche gelang es einem Verbrecher-Quartett (drei Männer und eine Frau) aus Polen insgesamt 180.000 Euro zu erstehlen: Sie gaben sich bei älteren Opfern als Kriminalbeamte aus und teilten diesen mit, dass die Tochter oder der Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Eine Kaution müsse bezahlt werden, sonst drohe eine Haftstrafe. Mit diesem Trick bestahl die Bande an nur einem Tag vier Opfer im Bezrik Tulln: Eine Klosterneuburgerin (85) und drei weitere Frauen (78, 82, 83). Gesamtschaden: rund 180.000 €.

Betrügerin versteckte 50.000 € und Gold in Unterwäsche
Am 16. November 2021 gelang es der Kripo in enger Zusammenarbeit mit den polnischen Polizeibehörden schließlich die polnische Bande – zwei Männer (38, 45) und eine Frau (27) – in Wien-Ottakring stoppen. Die Bande wollte gerade mit einem polnischen Fahrzeug zurück in ihre Heimat reisen. Bei der umgehend durchgeführten Personenkontrolle staunte die Polizei nicht schlecht über ihren Fund:

Die Frau hatte 50.000 Euro und Golddukaten im Wert von 22.000 € in ihrer Unterwäsche versteckt. Das Geld hatte sie mit einem Haargummi zusammengebunden in der Unterhose versteckt, die Dukaten in einer FFP2-Maske und einem Taschentuch im BH.

Weiteres Mitglied ausgeforscht
Die 27-Jährige steht im Verdacht, als Abholerin bei Kautionsbetrugshandlungen tätig gewesen zu sein. Die beiden Männer (38 und 45) sollen innerhalb dieser kriminellen Organisation als Fahrer zwischen Polen und Österreich fungiert haben. Das Trio wurde umgehend festgenommen und sitzt in Wien-Josefstadt in Haft.

Im Zuge der Ermittlungen gelang es den Beamten auch einen weiteren Verdächtigen auszuforschen, einen 33-Jährigen, der als Logistiker bzw. Auftraggeber von Polen aus tätig gewesen sein soll. Gegen den Auftraggeber wurde ein europäischer Haftbefehl erlassen. Am 20. Jänner 2022 gelang es, den 33-Jährigen schließlich festzunehmen. Er sitzt seitdem in Polen in U-Haft.

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