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Eskalation

Polterrunde durfte nicht nach Mallorca fliegen – Betrunkene attackieren Polizisten

Polterrunde durfte nicht nach Mallorca fliegen – Betrunkene attackieren Polizisten
FOTO: iStock/tupungato
3 Min. Lesezeit |

Ein Junggesellenabschied endet nicht auf Mallorca, sondern auf der Polizeiinspektion – mit fünf Festnahmen und einem verletzten Beamten.

Kurz vor halb elf am Freitagabend eskalierte am Flughafen Klagenfurt ein Vorfall rund um eine Polterrunde: Der Pilot eines Ryanair-Fluges nach Mallorca verweigerte zwei Mitgliedern der achtköpfigen Reisegruppe das Einsteigen, weil diese alkoholisiert waren. Die Gruppe – sieben Männer und eine Frau aus den Bezirken Klagenfurt-Land und Feldkirchen in Kärnten – war bereits während der Gepäckkontrolle negativ aufgefallen.

Als die Situation eskalierte, rückte die Polizei an. Letztlich verließen alle acht Personen das Flugzeug, sieben von ihnen wurden zur Polizei gebracht, und der Flug hob mit rund einer Stunde Verspätung ab.

Eskalation am Flieger

Die Weigerung des Piloten löste heftige Auseinandersetzungen aus, in deren Verlauf die Polizei einschreiten musste. Die beiden betroffenen Männer verweigerten die Angabe ihrer Personalien und beschimpften die Beamten, woraufhin sie zur Identitätsfeststellung auf die Polizeiinspektion Klagenfurt-Annabichl gebracht wurden.

Die stellvertretende Leiterin der Polizeiinspektion Klagenfurt-Annabichl, Marianne Dionisio, schilderte den weiteren Verlauf: „Sie wurden dann von unseren Kollegen vom Flieger weggeleitet und auf die PI Annabichl gebracht, wo die Identität festgestellt wurde, denn die wollten sie nicht preisgeben. Während dieser Amtshandlung hat der Pilot beschlossen, dass auch die weiteren sechs Personen dieser Gruppe den Flug nicht antreten dürfen. Dann sind meine Kollegen neuerlich zum Flieger und haben auch diese Herrschaften vom Flieger eskortiert.“

Fünf Festnahmen

Auch beim zweiten Polizeieinsatz blieb die Lage angespannt: Zwei weitere Personen aus der Gruppe verhielten sich äußerst aggressiv und gingen körperlich gegen die Beamten vor. Dionisio beschrieb die Situation so: „Indem sie zum Teil die Kollegen attackiert haben, die Kollegen beschimpft haben. Das Ganze ist dann ein bisschen ausgeufert, sodass es zu insgesamt fünf Festnahmen gekommen ist.“

Vier Personen wurden wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt vorläufig festgenommen, eine weitere wegen einer Verwaltungsübertretung. Ein Beamter zog sich bei dem Einsatz eine Verletzung zu. Die übrigen rund 150 Passagiere konnten den Flug nach Mallorca mit einer Verspätung von etwas mehr als einer Stunde antreten.

Für die Mitglieder der Polterrunde könnte der Abend noch finanzielle Konsequenzen haben: Ryanair hat zuletzt angekündigt, von Passagieren, die durch ihr Verhalten auffallen, eine Mindeststrafe von 590 Euro einzufordern.

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KO KOSMO-Redaktion
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