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UNZUFRIEDENHEIT

Proteste in Serbien: Zehntausende fordern Rücktritt von Präsident Vucic (VIDEO)

Proteste in Serbien: Zehntausende fordern Rücktritt von Präsident Vucic (VIDEO)
FOTO: EPA-EFE/ANDREJ CUKIC
2 Min. Lesezeit |

In Serbien protestieren zehntausende Menschen gegen Präsident Aleksandar Vucic, insbesondere nach einem tragischen Unglück im November. Die Demonstranten fordern mehr Transparenz und Verantwortung von der Regierung sowie politische Veränderungen.

In Belgrad fanden am Sonntag zehntausende Serben zusammen, um gegen Präsident Aleksandar Vucic zu protestieren. Studenten und Bauernverbände hatten die Kundgebung organisiert, die auf dem Slavija-Platz stattfand. Diese Demonstration war die größte der letzten Wochen und wurde von der breiten Unzufriedenheit mit Vucics Regierung getragen. Die Proteste fordern mehr Transparenz und Rechenschaft bezüglich des Einsturzes eines Vordachs am 1. November in Novi Sad, bei dem 15 Menschen starben.

Kritik an Vucic und seiner Regierung

Der Präsident steht unter Druck, nachdem Straßenproteste und Studentenbewegungen seit Wochen die Regierung herausfordern. Die Forderungen konzentrieren sich auf die Verantwortung für den Einsturz des Bahnhofsgebäudes, das zweimal von chinesischen Unternehmen renoviert wurde. „Ihr habt Blut an euren Händen“, riefen die Demonstranten während der Kundgebung. In anderen Städten wie Nis und Kragujevac fanden ebenfalls kleinere Proteste statt, die die wachsende Unzufriedenheit mit der Regierung widerspiegeln.

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Vucic wehrt sich gegen Proteste

Vucic reagierte auf die Proteste, indem er die Opposition beschuldigte, mit Hilfe von Studenten die Macht übernehmen zu wollen. Er erklärte, dass er den Forderungen nach einer Übergangsregierung nicht nachkommen werde. „Sie [die Opposition] wissen nicht, was sie tun sollen, außer die Kinder von irgendwelchen Leuten zu benutzen“, sagte Vucic. Währenddessen weihte er einen Abschnitt einer neu gebauten Autobahn ein, was die Protestierenden weiter empörte.

VIDEO: EPA

Erneute Unterstützung für die Proteste

Die Winterferien wurden vorgezogen, um den anhaltenden Studentenprotesten entgegenzuwirken. Doch die Demonstrationen und Besetzungen der Universitäten gehen weiter. Auch Landwirte schlossen sich den Protesten an, wobei die Polizei ihnen den Traktor wegnahm, mit dem sie nach Belgrad fahren wollten. Vucic kritisierte zunächst die Studenten und warf ihnen vor, für die Proteste bezahlt zu werden. Später erklärte er, dass er einige ihrer Forderungen, wie die Veröffentlichung der Renovierungsdokumente, bereits erfüllt habe.

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Forderungen nach Veränderung

Die Proteste gegen Vucic sind nicht nur auf den Bahnhofsunglück beschränkt. Sie spiegeln die zunehmende Unzufriedenheit mit der Regierung wider, die für ihre autoritäre Politik und die Beschneidung demokratischer Freiheiten kritisiert wird. Opositionelle Parteien fordern eine Übergangsregierung und freie Wahlen, um die politische Krise zu lösen.

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KO KOSMO-Redaktion
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