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Preistricks

Rabatt-Falle Prime Day? Die dunkle Seite der Prime Days

Rabatt-Falle Prime Day? Die dunkle Seite der Prime Days
(FOTO: Amazon)
3 Min. Lesezeit |

Rabattschlacht mit Tücken: Während Amazon die Prime Days mit Preisnachlässen von bis zu 40 Prozent bewirbt, warnen Experten vor künstlich erzeugten Rabatten und gezieltem Kaufdruck.

Die Amazon Prime Days starten erneut mit großem Werbeaufwand. Vom 8. Juli um 0:01 Uhr bis zum 11. Juli haben Prime-Mitglieder die Möglichkeit, aus einem umfangreichen Sortiment reduzierter Artikel zu wählen. Der Online-Handelsriese verspricht Preisnachlässe von bis zu 30 Prozent in den Bereichen Technik, Kosmetik, Körperpflege sowie Haus- und Gartenbedarf. Bei Bekleidung sollen die Rabatte sogar bis zu 40 Prozent betragen. Besonders auffällig: Die hauseigenen Amazon-Produkte werden während der Aktionstage besonders stark im Preis gesenkt.

Verbraucherschützer, Konsumexperten und Preisvergleichsportale bewerten die beworbenen Rabatte seit Jahren deutlich kritischer. Sie weisen regelmäßig darauf hin, dass die vermeintlich hohen Preisnachlässe häufig künstlich erzeugt werden. Konkret beobachten sie, dass vor den Aktionstagen die Preise angehoben werden, um später größere Rabatte ausweisen zu können.

Kritische Preisbeobachtung

Für Konsumenten, die tatsächlich sparen wollen, empfiehlt sich daher eine längerfristige Preisbeobachtung. Das Vergleichsportal Geizhals riet in der Vergangenheit explizit dazu, am Prime Day nicht spontan zuzugreifen und beworbene Rabatte kritisch zu hinterfragen. Eine genaue Preiskontrolle sei stets sinnvoll, da die günstigsten Angebote keineswegs immer während der Prime Days zu finden seien.

Interessanterweise können bestimmte Artikel am Prime Day sogar teurer angeboten werden als am Tag zuvor. Auffällig ist zudem, dass vor allem die Amazon-Eigenmarkenprodukte mit besonders hohen Rabatten beworben werden.

Psychologische Kaufanreize

Das Einkaufserlebnis wird durch zeitlich begrenzte Blitzangebote in über 35 Produktkategorien zusätzlich angeheizt – diese erhöhen den Entscheidungsdruck auf die Konsumenten, da sie nur verfügbar sind, solange der Vorrat reicht. In manchen Phasen erscheinen sogar alle fünf Minuten neue Angebote. Als neue Marketingmaßnahme führt Amazon in diesem Jahr die „Heutigen Angebots-Highlights“ ein – täglich wechselnde Themenschwerpunkte bei den reduzierten Produkten.

Besonders junge Konsumenten stehen im Visier des Unternehmens. „Amazon bietet allen 18- bis 22-Jährigen in Deutschland und Österreich ab sofort 50 % Rabatt auf die Prime-Mitgliedschaft“, erklärt Country Manager Rocco Braeuniger.

Experten raten Verbrauchern zu Preisvergleichen, da die beworbenen Rabatte durch vorherige Preisanpassungen oft weniger attraktiv sind als sie scheinen.

Verlängerte Rabattaktion in 26 Ländern

Amazon hat den Prime Day 2025 erstmals auf vier volle Tage verlängert, womit die Aktion doppelt so lange läuft wie in den Vorjahren. Vom 8. bis 11. Juli können Prime-Mitglieder in insgesamt 26 Ländern, darunter auch Österreich, von den beworbenen Rabatten profitieren. Laut Unternehmensangaben werden insbesondere die hauseigenen Geräte wie Fire TV, Kindle und Echo zu den niedrigsten Preisen des Jahres angeboten.

Wer von den Angeboten profitieren möchte, benötigt eine aktive Prime-Mitgliedschaft. Für Neukunden bietet Amazon eine 30-tägige kostenlose Testphase an – ein taktisches Vorgehen, um neue Abonnenten zu gewinnen. Die täglichen Themenschwerpunkte bei den „Angebots-Highlights“ und zusätzliche Blitzaktionen sollen die Kaufbereitschaft weiter steigern und Kunden mehrfach zum Online-Shop zurückbringen.

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KO KOSMO-Redaktion
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