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Handschlag

Rapid vs. Sturm Graz: Spionage-Skandal eskaliert vor Spielbeginn

Rapid vs. Sturm Graz: Spionage-Skandal eskaliert vor Spielbeginn
(FOTO: EPA-EFE/CHRISTIAN BRUNA)
2 Min. Lesezeit |

Der Funke sprang über, als Robert Klaus, der Chefcoach der Rapidler aus Wien, pikante Details über vermeintliche Beobachtungen von Trainings durch den SK Sturm Graz enthüllte. Vor dem Topspiel der 28. Bundesliga-Runde deutete Klaus an, von auserkorenen Positionen neben dem Trainingszentrum würden die grün-weißen Übungseinheiten ausspioniert. Nicht ohne Ironie erinnerte er: „Wir winken dann immer freundlich hoch.“ Auch wenn Sturm Graz den 3:1-Sieg davontrug, blieb das Klima zwischen den Trainern eisig.

Im TV-Interview vor dem Anstoß legte Robert Klaus nach und sprach von einer wiederholten Verletzung eines nicht geschriebenen Ehrenkodex zwischen den Klubs. „Es war nicht das erste Mal. Es war schon bevor ich hier war so, auch vor dem letzten Spiel im Februar waren sie da. Wir haben es ihm persönlich gesagt, dass wir das nicht gut finden,“ betonte Klaus und behauptete, die Grazer hätten ein stillschweigendes Abkommen gebrochen.

Kühle Begrüßung und spitze Worte

Die Spannungen mündeten in eine demonstrative Geste, als Christian Ilzer, der Taktgeber von Sturm Graz, Klaus vor Spielbeginn den Handschlag verweigerte – ein Vorbote der rauen Worte, die nach Spielende folgen sollten. Zwar reichte man sich schlussendlich die Hand, doch war der Austausch weit entfernt von herzlicher Versöhnung.

„Es interessiert mich nicht, was Robert Klaus trainiert. Ich bin ein Fan von Offensiv-Fußball. Er hat Rapid defensiv deutlich stabiler gemacht, aber wenn man sich den xG-Wert unter Zoki Barisic anschaut und jetzt unter Robert Klaus, ist ein deutlicher Rückgang zu sehen,“ führte Ilzer an, darauf beharrend, keinen medialen Schlagabtausch zu suchen.

Plädoyer für Fairness und Sportgeist

Ilzer wies die Vorwürfe zurück und betonte die sportliche Ethik sowie das Selbstverständnis seiner Arbeit: „Nicht jedes Auto mit Grazer Kennzeichen in der Parkgarage des Einkaufszentrums sei ein Sturm-Spion“. Mit einem Hauch von Sarkasmus richtete er noch eine Einladung an Klaus aus, ihm bei der Trainingsarbeit über die Schulter zu blicken – eine Einladung, die zweifelsohne mehr Pfiff als Praxisbezug hatte.

Gelassenheit als Antwort auf Konfrontation

Klaus, der den verbalen Ball zurückspielen könnte, demonstrierte Gelassenheit in seiner Reaktion. „Ich interessiere mich eher für meinen Verein, meine Mannschaft, meine Spieler. Ich will nicht weiter Öl ins Feuer gießen. Ich muss mit den Vorwürfen jetzt einfach leben,“ so seine Haltung nach dem verlorenen Spiel.

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KO KOSMO-Redaktion
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