Samstagabend führte die Polizei in Linz verstärkte Verkehrskontrollen durch, um das Problem mit Tunern und Posern anzugehen. Diese sorgen in der Salzburger Straße (B1) im Süden der Stadt regelmäßig für Unruhe. Die Beamten positionierten sich gezielt auf einer Nebenfahrbahn, um die Situation genau zu überwachen.

Raser aus Nordmazedonien gefasst
Gegen 22.30 Uhr wurde die Polizei Zeuge eines extremen Verkehrsverstoßes: Ein Fahrzeug raste mit laut aufheulendem Motor durch eine 70er-Zone. Die Laserpistole zeigte unglaubliche 151 km/h an, mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit. In der Höhe der Siemensstraße gelang es den Beamten, das Fahrzeug zu stoppen.
Sofortige Maßnahmen
Der Lenker, ein 39-jähriger Nordmazedonier aus Haid, musste seinen Führerschein umgehend abgeben und wurde angezeigt. Zudem wurde sein Fahrzeug, ein Luxus-Mercedes S-Klasse AMG mit über 500 PS, beschlagnahmt. Die Behörden prüfen nun, ob das Fahrzeug tatsächlich Eigentum des Mannes ist. Sollte dies der Fall sein, könnte die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land das Auto versteigern.
Falls das Auto dem Mann gehört, könnte es zugunsten des Staates versteigert werden, was eine harte Konsequenz der schweren Verkehrsverstöße aufzeigt. In Oberösterreich mussten bisher fünf Fahrzeuge, darunter vier Autos und ein Motorrad, an die Besitzer zurückgegeben werden, weil diese nicht als Eigentümer identifiziert werden konnten. Zuletzt wurde einem 17-jährigen Fahrer ein VW Kombi abgenommen, der über das Dorotheum versteigert werden soll. Die Erlöse aus solchen Versteigerungen fließen in die Staatskasse.
[crp box=“1″ limit=“3″ heading=“1″ offset=“0″]
In mehreren Gipfelgesprächen wird derzeit überlegt, wie die regelmäßigen Treffen von Tunern und Posern in der Region effektiv verhindert werden können. Diese verstärkten Verkehrskontrollen und die strikten Maßnahmen gegen extreme Verkehrsverstöße sollen dabei einem weiteren Anstieg solcher Unruhen entgegenwirken.