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Großbrand in Osttiroler Recycling-Anlage löst Warnsystem für tausende Mobiltelefone aus. Sieben Feuerwehren kämpfen gegen Flammen und gefährliche Rauchentwicklung.
In sechs Osttiroler Gemeinden wurde am Samstagnachmittag der AT-Alert (österreichisches Warnsystem für Mobiltelefone) aktiviert, der Warnmeldungen direkt auf Mobiltelefone sendet. Auslöser war ein Großbrand in einer Recycling-Anlage in Nußdorf-Debant. Bei der Landesleitzentrale ging kurz vor 13.30 Uhr die Meldung über einen Brand mit erheblicher Rauchentwicklung in einem Abfallwirtschaftszentrum ein. Die Einwohner wurden angewiesen, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Die Behörden haben eine Gefahrenmitteilung an alle in den Gemeinden Nußdorf-Debant, Lienz, Iselsberg-Stronach, Lavant, Tristach und Dölsach registrierten Mobiltelefone verschickt, wie das Land Tirol am Nachmittag mitteilte. „Wir beobachten die Situation genau und sind laufend im Kontakt mit den Einsatzorganisationen“, sagte Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement.
Feuerwehr im Großeinsatz
Aktuell bekämpfen sieben Feuerwehren mit rund 130 Einsatzkräften den Brand und versuchen zu verhindern, dass die Flammen auf umliegende Gebäude übergreifen. Die Feuerwehrleute stehen vor einer herausfordernden Aufgabe, wie Johann Obererlacher, stellvertretender Bezirksfeuerwehr-Kommandant, schildert: „Ein großer Schutthaufen ist in Brand geraten. Dadurch gibt es starke Rauch- und Hitzeentwicklung. Derzeit gelingt es uns, den Brand so zu halten, wie er ist, es wird also nicht größer.“
Nach der Stabilisierung der Lage soll das Feuer mit Schaum bekämpft werden.
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Die Brandursache ist nach Angaben von Obererlacher bislang völlig ungeklärt.
Gesundheitsrisiken durch Rauchentwicklung
Experten weisen darauf hin, dass die Emissionen eines Recycling-Anlagen-Brandes besonders problematisch sein können. Bei der Verbrennung verschiedener Materialien werden potentiell gefährliche Schadstoffe wie Feinstaub, Kohlenmonoxid und organische Verbindungen freigesetzt. Diese entstehen insbesondere bei brennenden Kunststoffen und anderen Recycling-Materialien.
Die Anweisung an die Bevölkerung, Fenster und Türen geschlossen zu halten, ist daher eine wichtige Schutzmaßnahme. Mögliche gesundheitliche Folgen reichen von Reizungen der Atemwege und Augen bis hin zu ernsteren Atemwegsproblemen – besonders bei Risikogruppen wie Kindern, älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
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