Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Kroatien

Rovinj plant Einschränkungen für Tourismus und Ferienwohnungen

Rovinj plant Einschränkungen für Tourismus und Ferienwohnungen
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

329 Touristenbetten pro 100 Einwohner – Rovinj zieht jetzt die Reißleine und plant drastische Einschränkungen.

Die massiven Auswirkungen des Tourismus auf die istrische Küstenstadt Rovinj (Kroatien) haben die Verantwortlichen zum Handeln bewogen. Während die Stadt selbst lediglich rund 13.700 Einwohner hat, suchen in den Sommermonaten täglich nahezu 38.000 Touristen die Straßen auf. Dieser gewaltige Andrang stößt laut dem neuen Konzept an eine Grenze, die auf Dauer nicht tragbar ist.

Hohe Unterkunftskapazität

Der Schutz der einheimischen Bevölkerung rückt damit in den Mittelpunkt der neuen strategischen Ausrichtung. Ein weiterer Problembereich, auf den der Plan ausdrücklich hinweist, ist die außerordentlich hohe Unterkunftskapazität. Auf je 100 Einwohner entfallen in Rovinj rechnerisch rund 329 Touristenbetten.

Die offizielle Statistik weist insgesamt mehr als 45.000 registrierte Personen aus, die in Ferienwohnungen und gewerblichen Beherbergungsbetrieben untergebracht sind. Angesichts dieser Zahlen sieht die Stadtverwaltung dringenden Regulierungsbedarf und hat mit dem vorgelegten Destinationsmanagementplan entsprechende Weichen gestellt.

Gezielte Beschränkungen

Durch gezielte Beschränkungen beim weiteren Ausbau von Ferienwohnungen und touristischen Unterkünften soll vorrangig die Lebensqualität der Stadtbevölkerung gesichert werden. Der bis 2029 angelegte Destinationsmanagementplan, in dem diese Maßnahmen verankert sind, durchläuft derzeit die Phase der öffentlichen Konsultation.

Nach Angaben von IstraIN handelt es sich dabei um eines der umfassendsten Dokumente zum Tourismusmanagement in der gesamten Stadtgeschichte Rovinjis.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen