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Champions-League-Abend

Rücktritt erklärt, Präsident sagt Nein: Türkischer Trainer soll bleiben

Rücktritt erklärt, Präsident sagt Nein: Türkischer Trainer soll bleiben
(FOTO: EPA / Jarek Praszkiewicz)
2 Min. Lesezeit |

Rücktritt erklärt, Rücktritt annulliert – bei Fenerbahçe überschlagen sich die Ereignisse nach einem Champions-League-Abend.

Dass ein Trainer nach einem Unentschieden vor die Kameras tritt und seinen Rücktritt erklärt, ist im Fußball keine alltägliche Szene – dass der Vereinspräsident diesen Rücktritt wenige Minuten später öffentlich für ungültig erklärt, ist es noch weniger. Genau das spielte sich am 10. September 2026 nach dem Champions-League-Auftaktspiel von Fenerbahçe gegen die AS Roma ab, das mit einem 1:1 endete.

Ismail Kartal, der erst im Juni auf die Trainerbank von Fenerbahçe zurückgekehrt war, trat nach dem Abpfiff vor die Presse und erklärte seinen Rücktritt. Die Aussage ließ kaum Interpretationsspielraum und löste dennoch unmittelbar Widerspruch aus.

Auslöser für Kartals Entscheidung war laut Vereinspräsident Aziz Yildirim unter anderem ein Vorfall während des Spiels: Ein Fan soll eine Flasche auf den Trainer geworfen und ihn am Kopf getroffen haben. Yildirim erklärte zudem, Kartal habe sich über den Druck rund um seine Person beklagt.

Klare Ansage

Vereinspräsident Aziz Yildirim ließ sich nicht lange bitten. Nur wenige Minuten später äußerte sich Vereinspräsident Aziz Yildirim öffentlich und stellte klar: ‚Ismail Kartal bleibt weiterhin im Amt.‘ Damit setzte Yildirim ein deutliches Signal – sowohl an die Öffentlichkeit als auch an den Trainer selbst.

Kartal war erst im Sommer auf die Fenerbahçe-Bank zurückgekehrt und hatte den Klub in dieser Zeit zu einem bemerkenswerten Erfolg geführt: Zum ersten Mal seit 18 Jahren schaffte Fenerbahçe die Qualifikation für die Champions League. Der Ligastart verlief hingegen weniger überzeugend: Fenerbahçe hatte nach vier Spielen zwei Siege und zwei Niederlagen zu Buche stehen.

Ob Kartal trotz der öffentlichen Ansage des Präsidenten tatsächlich im Amt bleiben wird, blieb zunächst offen. Der Vorfall wirft Fragen über das Verhältnis zwischen sportlicher Leitung und Vereinsführung auf – und wird von Fenerbahçe-Fans in der Diaspora mit entsprechend großer Aufmerksamkeit verfolgt.

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KO KOSMO-Redaktion
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