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Neue verdächtige Vorfälle

Sabotageverdacht in Deutschland: Stromnetz gerät zunehmend ins Visier

Sabotageverdacht in Deutschland: Stromnetz gerät zunehmend ins Visier
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Hubschrauber, Absperrungen, Bekennerschreiben – Deutschlands Energieinfrastruktur gerät ins Visier, und die Ermittler suchen fieberhaft nach Verbindungen.

In Niedersachsen hat die Polizei ein Umspannwerk in Ganderkesee wegen verdächtiger Umstände weiträumig abgesperrt. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Gelände im Landkreis Oldenburg, während das Technische Hilfswerk die Fläche ausleuchtete. Nähere Details zu den Hintergründen blieben zunächst unklar. Die Polizei sprach von „verdächtigen Umständen“ und bestätigte, dass ein Hubschrauber im Einsatz war; für die Bevölkerung bestand demnach keine Gefahr.

Bundesweite Vorfälle

Der Einsatz in Ganderkesee steht nicht allein: Bereits am 1. September kam es in Südbrandenburg zu einem mutmaßlichen Sabotageangriff auf ein Umspannwerk bei Jänschwalde, und auch in Nordrhein-Westfalen wurden vergleichbare Vorfälle gemeldet. In Dormagen wurde zuletzt ein verdächtiger Gegenstand entdeckt, bei dem es sich laut Polizei möglicherweise um eine Abschussvorrichtung handeln könnte.

Bei dem Vorfall am Umspannwerk in Bergheim wurden in einem Maisfeld sechs Abschussvorrichtungen gefunden, mit denen leitfähiges Material auf Stromleitungen geschleudert worden sein soll. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen geht von einer vorsätzlichen Tat aus.

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann machte unmissverständlich klar, wie ernst die Lage einzuschätzen sei: „Es handle sich nicht um einen harmlosen Streich.“

Möglicher Zusammenhang

Ermittler prüfen derzeit, ob zwischen den einzelnen Vorfällen ein Zusammenhang besteht. Ein aufgetauchtes Bekennerschreiben könnte dabei weitere Hinweise liefern, wobei bislang unklar ist, ob es tatsächlich von den Tätern stammt. Nach dem Angriff auf das Umspannwerk bei Jänschwalde in Südbrandenburg prüft die Polizei weiterhin, ob das eingegangene Bekennerschreiben tatsächlich von den Tätern stammt.

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KO KOSMO-Redaktion
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