Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Strandsterben

Schock für Urlauber: Beliebte Urlaubsinsel streicht Sonnenliegen!

Schock für Urlauber: Beliebte Urlaubsinsel streicht Sonnenliegen!
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ab dem kommenden Sommer sollen auf Mallorca weniger Sonnenliegen und Sonnenschirme zur Vermietung stehen. Diese Maßnahme betrifft die fünf Strände im Stadtgebiet von Palma, einschließlich des beliebten Badeortes S’Arenal und des berühmten Ballermanns. Die Stadtverwaltung hat beschlossen, die Anzahl der mietbaren Strandausrüstung zu reduzieren.

Seit Jahren reduzieren sich die Sandflächen auf Mallorca kontinuierlich, ein Phänomen, das als „Strandsterben“ bezeichnet wird. Der schrumpfende Sand hat zu einer Überfüllung der Strände geführt, die sowohl von Touristen als auch von Einheimischen kritisiert wird. Dies erklärte die Stadträtin Mercedes Celeste gegenüber der Regionalzeitung „Diario de Mallorca“ und dem Radiosender „Cadena Ser“.

Celeste, die in Palma für Inneres und Finanzen zuständig ist und als Sprecherin des Rathauses fungiert, wies darauf hin, dass die aktuellen Konzessionen für Vermieter aus einer Zeit stammen, in der die Strände noch wesentlich größer waren. „Wir haben heute eine komplett andere Küstenlinie als vor 10, 20 oder 30 Jahren“, betonte sie und fügte hinzu, dass es heute „einfach weniger Sand als früher“ gebe. Das Rathaus arbeitet bereits an neuen Ausschreibungen, die „auf Grundlage der aktuellen Küstenlinie“ erstellt werden sollen.

Globales Phänomen

Das „Strandsterben“ betrifft nicht nur Mallorca, sondern auch viele andere Küstenregionen weltweit, darunter Kalifornien, Florida, die Türkei, Brasilien und die Goldküste Australiens. Experten machen unter anderem die direkte Bebauung der Küsten dafür verantwortlich, wodurch der natürliche Schutz durch Dünen fehlt. Auch der Klimawandel trägt laut Wissenschaftlern dazu bei: Steigende Meeresspiegel könnten dazu führen, dass bis Ende des Jahrhunderts die Hälfte der weltweiten Sandstrände verschwunden ist, so eine Studie, die in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“ veröffentlicht wurde.

[crp box=“1″ limit=“3″ heading=“1″ offset=“0″]

In Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Institutionen möchte die Stadtverwaltung nicht nur die Überbelegung der Strände angehen, sondern auch den Zugang zu den Stränden verbessern. Geplant ist unter anderem der Bau besserer Zugänge.

Mit diesen Maßnahmen hofft die Stadtverwaltung von Palma, die Auswirkungen des „Strandsterbens“ zu mildern und die Strände für Einheimische und Touristen gleichermaßen attraktiver zu gestalten.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen