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FRIEDENSVERHANDLUNGEN

Selenskyj „zu Rücktritt bereit“ – unter einer Bedingung

Selenskyj „zu Rücktritt bereit“ – unter einer Bedingung
FOTO: EPA-EFE/SERGEY DOLZHENKO
2 Min. Lesezeit |

Selenskyj überrascht mit Rücktrittsangebot für Frieden in der Ukraine. Zugleich ringt er mit den USA um strategische Rohstoffe. Großbritannien plant Sanktionen.

Die geopolitische Lage um die Ukraine spitzt sich weiter zu. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskyj stand am Sonntag in Kiew den Fragen der Medien Rede und Antwort. Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen seine Äußerungen zu möglichen Zugeständnissen an US-Präsident Donald Trump. Selenskyj erklärte: „Ja, ich wäre damit glücklich, wenn es für den Frieden in der Ukraine ist.“ Besonders betonte er: „Wenn Sie wollen, dass ich diesen Stuhl verlasse, bin ich dazu bereit, und ich kann ihn auch gegen eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine eintauschen.“ Sein Fokus liege auf der aktuellen Sicherheit des Landes und nicht auf langfristigen politischen Ambitionen.

Wirtschaftliche Beziehungen

Parallel dazu rücken die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Ukraine und den USA in den Vordergrund. Die USA fordern einen Anteil an den strategisch wichtigen Seltenen Erden der Ukraine, ein Thema, das Trump mit der amerikanischen Unterstützung während des Ukraine-Russland-Kriegs verknüpft. Selenskyj, der bisher ablehnend gegenüber diesen Forderungen war, zeigte sich nun gesprächsbereit, sofern die USA Druck auf Russland ausüben, um den Krieg zu beenden.

Internationale Sanktionen

Auf internationaler Ebene bereitet sich Großbritannien darauf vor, am dritten Jahrestag des Ukraine-Kriegs neue Sanktionen gegen Russland zu verkünden. Der britische Außenminister David Lammy kündigte das bislang umfangreichste Sanktionspaket gegen Moskau an, das darauf abzielt, die russische Kriegsmaschinerie zu schwächen. Konkrete Details zu den Maßnahmen wurden allerdings noch nicht bekanntgegeben.

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Auch die Europäische Union plant ein weiteres Sanktionspaket gegen den Kreml. Bei einem Treffen der Außenminister der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel sollen neue Handelsbeschränkungen und Maßnahmen gegen russische Medien sowie die sogenannte russische Schattenflotte beschlossen werden. Die ständigen Vertreter der EU-Staaten haben bereits im Vorfeld eine Einigung erzielt.