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Serbien will 50 Millionen Euro in den Kosovo pumpen

Aleksandar-Vucic-Kosovo
(Foto: zVg.)

Serbien hat angekündigt in den nächsten 18 Monaten verschiedene Projekte im Kosovo zu finanzieren. Die Gesamtkosten sollen sich auf rund 50 Millionen Euro belaufen.

Nach einem Treffen der serbischen Regierung mit Vertretern der kosovarischen Serbischen Liste wurde mitgeteilt, dass Finanzmittel in verschiedene Infrastrukturprojekte gesteckt werden. Die Serbische Liste ist seit 2017 Teil der kosovarischen Regierungskoalition. Seit März nehmen sie, aus Protest, nicht an der Regierungsarbeit in Pristina teil.

Finanziert werden neun kosovarische Gemeinden mit serbischer Bevölkerungsmehrheit. In Nord-Mitrovica und Gracanica sei der Bau von zwei Spitälern geplant, so der serbische Präsident Aleksandar Vučić.

Das Treffen mit den Serbenvertretern wurde nicht in dem Regierungsgebäude, sondern im Palast Serbien in Neu-Belgrad abgehalten, wie der Sender Free Europe berichtet. Dort werden üblicherweise Treffen mit internationalen Vertretern organisiert. Laut Vučić belaufen sich die Ausgaben Serbiens für den Kosovo auf 520 bis 530 Millionen Euro jährlich.