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ENTSCHÄDIGUNG

Serbien zahlt 53.950 € an freigesprochenen bosnischen Kriegsangeklagten

Serbien zahlt 53.950 € an freigesprochenen bosnischen Kriegsangeklagten
(FOTOS: N1, iStockphoto)
3 Min. Lesezeit |

Entschädigung zu hoch?
Was die Entschädigungssumme von 53.950 Euro betrifft, sind die an dem Prozess beteiligt gewesenen Juristen gespaltener Meinung. Ivana Žanić, Exekutivdirektorin des Zentrums für humanitäres Recht in Belgrad, argumentierte, dass die Entschädigung für Jurišić zu hoch sei:

„Serbien hat eine extrem hohe Entschädigung für das Verfahren von Jurišić gezahlt, was völlig absurd ist, da Folteropfer und Opfer anderer Menschenrechtsverletzungen eine Entschädigung von ein paar tausend Euro erhalten, wenn sie einen Fall gewinnen.“

Für Sinan Alic, den Leiter der Vereinigung für Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung, ist die Entschädigung hingegen viel zu unzureichend. Er hatte die Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit der Region Tuzla überwacht und war auch in den Fall von Jurišić verwickelt:

„Ilija Jurišić wurde durch die Folter in Belgrad an den Rand des Todes getrieben. Während seiner unbegründeten Haft, die dreieinhalb Jahre dauerte, wurde er in dieser Haftanstalt krank und bekam dann einen miserablen Geldbetrag.“

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KO KOSMO-Redaktion
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