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Sicherheitsdebatte

Sicherheits-Eklat: Rathaus und Polizei im offenen Schlagabtausch

Sicherheits-Eklat: Rathaus und Polizei im offenen Schlagabtausch
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Zwischen Rathaus und Polizei in Tulln entbrennt ein Streit über die Sicherheitslage. Während die Stadt vor einer Jugendbande warnt, spricht die Exekutive von einem Einzeltäter.

In Tulln (Niederösterreich) sorgt die Bewertung einer Jugendsituation für Kontroversen zwischen Stadtführung und Exekutive. Das Rathaus hatte am Donnerstag öffentlich gemacht, dass ein Jugendlicher mit österreichischer Staatsbürgerschaft eine Gruppe um sich versammelt habe, die andere Heranwachsende mit Geldforderungen, Drohungen und körperlichen Übergriffen belästige. Als Hauptschauplätze wurden der Bereich um den Stadtturm sowie die Bushaltestelle im Schubertpark identifiziert. Die städtische City Patrol sei bereits verstärkt an diesen neuralgischen Punkten im Einsatz.

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Nach Bekanntwerden der teils erheblichen Gewaltakte – darunter Schläge und Tritte gegen den Kopf von bereits am Boden liegenden Opfern – habe Bürgermeister Peter Eisenschenk (ÖVP) in Abstimmung mit der niederösterreichischen Bildungsdirektion und der Polizei umgehend über die Tullner Schulen einen Brief an Eltern und Erziehungsberechtigte versandt. Darin appellierte der Stadtchef an Familien betroffener Jugendlicher, Anzeige zu erstatten: „Damit helfen Sie, diesem Treiben bald ein Ende zu bereiten.“

Polizeiliche Gegendarstellung

Die Polizei widerspricht jedoch dieser Darstellung. Das beschriebene Vorgehen sei keineswegs – wie im Schreiben behauptet – mit den Sicherheitsbehörden koordiniert gewesen, erklärte Polizeisprecher Johann Baumschlager. Er betonte zudem, dass in Tulln „kein Jugendbanden-Problem“ existiere. Die bekannten Straftaten könnten einem einzelnen 14-Jährigen zugeordnet werden.

Anzeigen gegen diesen Jugendlichen würden an die Staatsanwaltschaft St. Pölten weitergeleitet. Die Tullner Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl rief am Freitag dazu auf, „ausschließlich mit der Polizei zu kooperieren“. Es seien bereits mehrere Anzeigen eingegangen, teilte sie der APA mit. Die Ermittlungen laufen.

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Zur vom Rathaus angesprochenen Verunsicherung in der Bevölkerung verwies Fiegl auf verstärkte polizeiliche Präsenz durch Fußstreifen: „Wir sind präsent.“

Politische Reaktionen

Der FPÖ-Stadtrat und Landtagsabgeordnete Andreas Bors kritisierte das Vorgehen des Bürgermeisters: „Der Bürgermeister sieht das Problem jetzt endlich, aber gehandelt hat er leider immer noch nicht.“ Bors behauptete: „Diese Banden, vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund, machen die Innenstadt seit einiger Zeit unsicher.“ Er forderte umgehende Maßnahmen, insbesondere eine deutliche Aufstockung der städtischen Sicherheitskräfte.

„Die City Patrol muss massiv verstärkt werden.“

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KO KOSMO-Redaktion
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