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Nepp schlägt Alarm: “Drei Messerattacken täglich auf Wiens Straßen

Nepp
FOTO: EPA-EFE/CHRISTIAN BRUNA

Die Wiener FPÖ hat bei einer Pressekonferenz am Montag die Sicherheitslage in der Bundeshauptstadt als zunehmend kritisch eingestuft. Die freiheitlichen Mandatare zeichneten dabei das Bild eines “Sicherheitsnotstands” und verteilten die Verantwortung dafür zwischen Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Der Wiener FPÖ-Stadtrat Dominik Nepp untermauerte seine Kritik mit Verweis auf die Kriminalitätsstatistik: “Die Zahl der Anzeigen ist im Jahr 2024 um fünf Prozent gestiegen. Auf Wiens Straßen ereignen sich im Durchschnitt täglich drei Messerattacken”, sagte Nepp.

Ein besonderer Kritikpunkt der Freiheitlichen betrifft die geplante Verteilung neuer Polizeikräfte. Von den bundesweit angekündigten knapp 1.500 zusätzlichen Beamten sei für Wien nur ein Bruchteil vorgesehen. “Das ist zu wenig, wir brauchen allein in Wien 1.500”, betonte der FPÖ-Politiker und forderte Bürgermeister Ludwig auf, sich auf Bundesebene für eine substanzielle Aufstockung stark zu machen.

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Nepp verwies zudem auf Personalprobleme bei der Exekutive. Viele Nachwuchskräfte würden den Dienst frühzeitig quittieren, was die angespannte Personalsituation weiter verschärfe. Hinzu komme ein strukturelles Defizit bei den Öffnungszeiten: Laut Nepp seien zwei Drittel der Wiener Polizeidienststellen nachts und an Wochenenden geschlossen – eine Maßnahme zur Einsparung von Dienstzeiten.

Sicherheitsgipfel gefordert

Als Konsequenz fordert der freiheitliche Stadtrat einen Sicherheitsgipfel für Wien, um “einen funktionierenden Sicherheitsapparat zu gewährleisten”. Der nicht amtsführende FPÖ-Stadtrat Stefan Berger konkretisierte bei der Pressekonferenz mehrere Problembereiche.

Brennpunkte identifiziert

In der Filmteichstraße in Wien-Favoriten habe sich über sieben Jahre eine Raser-Szene etabliert, die durch Lärm, illegale Rennen und kontinuierliche Anwohnerbeschwerden auffalle. Die Stadt Wien reagiere darauf jedoch nur unzureichend. Als weiteren Brennpunkt identifizierte Berger die Gumpendorfer Straße, wo sich seinen Angaben zufolge ein Drogenhotspot entwickelt habe, der sich “bis zum Westbahnhof” erstrecke.

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Der FPÖ-Mandatar warnte eindringlich vor den Folgen ausbleibender Gegenmaßnahmen: Ohne rasches Handeln drohe ein “Flächenbrand” in der Stadt.

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