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Luxuspartnerinnen

Silikonkörper für Luxusleben: Balkan-Phänomen „Sponzoruša

Silikonkörper für Luxusleben: Balkan-Phänomen „Sponzoruša
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Das Phänomen der „Sponzoruša“ (Frauen, die sich wohlhabenden Männern anschließen) entstand im Belgrader Jargon der 1990er Jahre und beschreibt Frauen, die sich wohlhabenden Männern aus der neureichen Elite anschließen – jenen, die häufig während der Kriegszeit zu Vermögen kamen. Der Begriff verbreitete sich schnell über die Grenzen Serbiens hinaus und wird heute in den meisten Ländern des ehemaligen Jugoslawiens verwendet.

Diese Begleiterinnen genießen durch ihre finanzkräftigen Partner ein sorgenfreies Leben im Luxus. Charakteristisch für viele dieser Frauen ist die öffentliche Zurschaustellung ihrer kosmetisch optimierten Körper mit Silikonimplantaten und Botox-Behandlungen sowie ihrer teuren Designerkleidung. Die gesellschaftliche Akzeptanz dieses Lebensstils spiegelte sich sogar in speziellen Marketingaktionen wider – bei manchen serbischen Autohändlern erhielt man zum BMW-Kauf einen Kleinwagen als Zugabe für die Partnerin.

In den exklusiven Nachtclubs des Balkans und auch in Wien lässt sich das Phänomen regelmäßig beobachten: Attraktive, aufwendig gestylte Frauen suchen gezielt Kontakt zu älteren, wohlhabenden Männern. Mit Aufmerksamkeit und Flirts verbringen sie die Nächte in VIP-Bereichen der Clubs. Die Motivation dieser Frauen liegt dabei selten im persönlichen Interesse am Partner selbst – vielmehr steht dessen finanzielle Ausstattung im Vordergrund der Beziehungsanbahnung.

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Balkan-Prominenz

Bemerkenswert ist, dass einige dieser Frauen durch ihre strategischen Partnerwahlen erhebliche Bekanntheit erlangen und in der Hierarchie von der einfachen „Sponzoruša“ zur „Starleta“ (Balkan-Prominente) aufsteigen. Als prominente internationale Beispiele gelten die Kardashian-Familie, während auf dem Balkan Persönlichkeiten wie Stanija Dobrojevic und Soraja Vucelic diese Rolle verkörpern.

Problematische Vorbilder

Diese soziale Erscheinung hinterlässt einen problematischen Eindruck. Zwar steht es jedem frei, bei der Partnerwahl auf materielle Vorteile zu achten, doch die unverdiente Berühmtheit solcher Personen beeinflusst besonders jüngere Generationen. Dadurch entsteht ein Frauenbild, das kaum den Werten und Errungenschaften des 21. Jahrhunderts entspricht.

Der Gedanke der Emanzipation scheint in diesen Kreisen wenig Bedeutung zu haben, obwohl intellektuelle Fähigkeiten, Bildung und berufliche Selbständigkeit ebenso attraktiv sein können wie ein makelloses Äußeres.

Letztlich stellt sich die Frage, welchen Wert eine Beziehung hat, in der die Partnerin zwar optisch ansprechend ist, aber deren Äußerungen man lieber nicht hören möchte.

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KO KOSMO-Redaktion
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