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BALKAN

Situation verschlechtert: Slowenien schickt Soldaten nach Bosnien

(FOTO: EUFOR)

Der slowenische Verteidigungsminister Matej Tonin erklärte, dass es sehr gut möglich sei, dass sich Soldaten seines Landes an der Mission in Bosnien-Herzegowina beteiligen werden.

Bereits jetzt entsandte Slowenien 200 Soldaten in die Slowakei, um die Ostfront der NATO zu verteidigen. Da sich laut Tonin die Situation in Bosnien ebenfalls verschlechtere, habe sich die EU dazu entschieden, die Operation Althea um 500 Mann aufzustocken. Unter ihnen befinden sich derzeit keine Slowenen, was sich jedoch in näherer Zukunft ändern könne, so der Verteidigungsminister weiter.

In Bosnien-Herzegowina müsse man sehr vorsichtig sein, da die Spannungen auf politischer Ebene immer noch bestünden, sagte Tonin und äußerte sich zufrieden darüber, dass die EU ihre Operation Althea verstärkt hat.

Spezielle Mission in der Slowakei
Im Gespräch mit POP-TV fügte der slowenische Verteidigungsminister hinzu, dass er diese Woche Einzelheiten mit dem slowakischen Verteidigungsminister besprechen werde und erwarte, dass bis zum Sommer dieses Jahres eine spezielle NATO-Mission in der Slowakei eingerichtet werde.

„Wir verstärken unsere Präsenz in NATO-Missionen. Derzeit befinden sich 50 unserer Truppen in Lettland, und diese Zahl wird unverändert bleiben, und wir verhandeln über den Einsatz von Truppen in der Slowakei. Wir haben bereits eine interne Entscheidung getroffen. Bis zu 200 Soldaten werden in die Slowakei entsandt“, sagte er.

„Einige Länder, die durch den Krieg in der Ukraine, aber auch durch die Flüchtlingswelle belastet sind, haben uns gebeten, einen Teil ihrer Last zu übernehmen. Aber ich werde diese konkreten Dinge mit dem slowakischen Verteidigungsminister besprechen“, resümierte Tonin.

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