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Gastro

Skihütten Preise explodieren: Preis für Apfelstrudel um 75 Prozent gestiegen

(FOTO: iStock/Marina Tsybizova)
(FOTO: iStock/Marina Tsybizova)

Eine Studie der Arbeiterkammer Salzburg offenbart, dass die Kosten für Apfelstrudel in den letzten zehn Jahren um bemerkenswerte 75 Prozent angestiegen sind. Auch bei andere Speisen und Getränke mussten die Preise aufgrund der Inflation angepasst werden.

In den letzten zehn Jahren hat der Einkehrschwung in den Skihütten Salzburgs im Durchschnitt um fast 60 Prozent zugelegt, was fast doppelt so viel ist wie die allgemeine Teuerungsrate. Diese Erkenntnis stammt aus einer aktuellen Erhebung der Arbeiterkammer Salzburg, die die Preise in 192 Skihütten in 23 Skigebieten des Bundeslandes Salzburg analysierte. Besonders auffällig war der Preisanstieg bei Skiwasser und Apfelstrudel.

Gastro-Preise stiegen um 49,2 Prozent

„Die Ergebnisse unserer letzten Gastronomie-Erhebung belegen eindeutig, dass die Preise in den Skihütten überproportional gestiegen sind“, erklärte Christian Obermoser, Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Salzburg. Im Zeitraum von September 2013 bis 2023 stiegen die Gastro-Preise um knapp über 49,2 Prozent, während der Verbraucherpreisindex im gleichen Zeitraum nur um 33,5 Prozent zulegte. Die Skihüttenpreise verzeichneten im Durchschnitt ein Plus von 59,2 Prozent gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2014.

Essen +63 Prozent

Die Studie der Arbeiterkammer bezog sich auf die Preise von zwei Dutzend Speisen und Getränken, darunter fünf Produkte speziell für Kinder. Bier, Cola und Co trugen weniger zur starken Teuerung bei, da sich die Getränkepreise im Schnitt um 49 Prozent erhöhten. Hingegen stiegen die Preise für Essen seit 2014 um mehr als 63 Prozent an. Apfelstrudel verzeichnete einen Anstieg von durchschnittlich 75 Prozent, Spaghetti Bolognese 69 Prozent und Frankfurter mit Gebäck 70 Prozent. Skiwasser, besonders bei Kindern beliebt, verteuerte sich um 72 Prozent (0,25 Liter) bzw. 53 Prozent (0,5 Liter).

Im Bezirksvergleich schnitten Tennengau, Lungau und Pongau unter dem Landesschnitt ab, während der Pinzgau darüber lag. Die Faustregel lautete: „Je größer das Angebot an Pistenkilometern, desto höher die Preise beim Einkehrschwung.“ Beispiele verdeutlichen die Preisunterschiede: In Obertauern kostet ein „Pint“ Bier 6,80 Euro, während in Werfenweng für 0,5 Liter Bier 4,50 Euro verlangt werden.

Trotz der hohen Preise scheint der Wintertourismus im Bundesland auf Rekordkurs zu sein. Der Einkehrschwung bleibt für viele Ski-Fans weiterhin ein Bestandteil des Ski-Erlebnisses.

Sandra Plesser
Als zweites Kind jugoslawischer Gastarbeiter wurde Sandra in Wien geboren und studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Während ihrer Tätigkeit als Redakteurin bei Advanced Photoshop, mokant und Der Standard baute sie mittels Weiterbildungen ihr Wissen im Bereich Social Media-, Content- und Veranstaltungsmanagement aus. Nach drei Jahren in der Eventorganisation widmet sie sich bei KOSMO wieder ihrer Passion: dem Journalismus.