Split baut vor: Hunderte neue Wohnungen sollen entstehen – mit klaren Preisgrenzen und einem Startschuss, der näher rückt.
In Split soll ein neuer Investitionszyklus im Bereich des leistbaren Wohnens eingeleitet werden: Die kroatische Regierung und die Stadtverantwortlichen treiben Pläne voran, im gesamten Stadtgebiet Hunderte neue Wohnungen zu errichten. Die geplanten Vorhaben sind Teil einer landesweiten Initiative, die darauf abzielt, der Wohnungsnot entgegenzuwirken und insbesondere jüngeren Menschen sowie Familien den Zugang zu Wohnraum zu erleichtern.
Bei einem Vor-Ort-Termin auf dem Gelände von Korešnica in Split verschafften sich der kroatische Vizepremierminister und Minister für Raumplanung, Bauwesen und Staatsvermögen, Branko Bacic, gemeinsam mit Splits Bürgermeister Tomislav Suta und dem Präfekten der Gespanschaft Split-Dalmatien, Blazenko Boban, einen Überblick über einen der künftigen Baustandorte. „Grad Split tut alles Notwendige, um die Voraussetzungen für den Bau von bezahlbarem Wohnraum im Einklang mit der geltenden und zukünftigen Gesetzgebung zu schaffen“, sagte Bürgermeister Suta den Medien während des Besuchs.
Fünf Standorte geplant
Die Stadtverwaltung hat bereits fünf potenzielle Standorte für neue Wohnbauprojekte identifiziert, weitere Standorte werden derzeit geprüft. In verschiedenen Bereichen von Split befinden sich die Projekte in unterschiedlichen Phasen: Mejaši – Projektvertrag bereits unterzeichnet, Kamen – öffentliche Ausschreibung läuft, Ravne njive – zwei Standorte geplant, Korešnica – Infrastruktur nach dem Agglomerationsprojekt vorhanden. Die aktuell in Planung und Ausschreibung befindlichen Vorhaben umfassen ein Gesamtvolumen von mehr als 300 Wohnungen, für den Standort Srinjine wird das Potenzial für über 1.000 Wohneinheiten gesehen, wenngleich konkrete Zahlen noch nicht bestätigt werden können.
Suta unterstrich, dass die Situation der geschützten Mieter weiterhin im Mittelpunkt stehe und dass die Projekte schrittweise und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort entwickelt würden. „Am wichtigsten ist, dass wir über bloße Versprechungen hinausgehen. Das Land ist gesichert, die Eigentumsfragen sind geklärt, und unser Ziel ist es, die Umsetzung dieser Projekte sicherzustellen“, sagte er. Der Baubeginn der ersten Projekte könnte bereits im Jahr 2027 erfolgen.
Preisgrenze & Mietquote
Vizepremierminister Bacic erläuterte, dass das Wohnbaumodell der Regierung sowohl auf die Errichtung neuer Wohnungen als auch auf die Reaktivierung leer stehender Wohnimmobilien im gesamten Land ausgerichtet sei. Die Regierung werde eng mit der Stadt Split kooperieren, um vorrangige Bauprojekte festzulegen und gleichzeitig den regulatorischen Rahmen für eine zügige Umsetzung zu schaffen. „Unser Ziel ist es, dass der Preis pro Quadratmeter 2.104 € nicht übersteigt“, erklärte Bacic. Ergänzend dazu sind Maßnahmen geplant, die Wohnraum für jüngere Käufer noch zugänglicher machen sollen: Personen unter 45 Jahren erhalten eine Rückerstattung von 50 Prozent der Mehrwertsteuer, wodurch der tatsächliche Kaufpreis auf rund 1.900 Euro pro Quadratmeter sinken könnte.
Ein weiteres zentrales Element der Wohnbaupolitik ist die Sicherstellung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Eigentums- und Mietwohnungen. „Jedes Gebäude mit mehr als zehn Wohneinheiten muss mindestens 50 Prozent der Wohnungen zur Vermietung bereitstellen, um sicherzustellen, dass ein Teil des Wohnungsbestands öffentlich für diejenigen zur Verfügung steht, die keine Immobilie erwerben können oder wollen“, sagte Bacic. Die Wohnbauankündigungen erfolgten im Rahmen von Bacics Arbeitsbesuch in Split und der Gespanschaft Split-Dalmatien. Neben den Gesprächen mit Stadt- und Kreisvertretern besichtigte der Vizepremierminister auch mehrere lokale Einrichtungen, darunter das Kompetenzzentrum Digital Dalmatia sowie das Rehabilitationszentrum in der Boškovićeva-Straße.