Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Familiengewalt

Vater droht Kindern mit dem Tod – Wega rückt um 3 Uhr an

Vater droht Kindern mit dem Tod – Wega rückt um 3 Uhr an
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Mitten in der Nacht rissen Kinder den Notruf – ihr eigener Vater hatte die Wohnung verwüstet und Todesdrohungen ausgesprochen.

In der Nacht auf Donnerstag rief ein 42-jähriger Mann in Wien-Donaustadt die Polizei auf den Plan. Es waren seine eigenen Kinder, die um 3.30 Uhr den Notruf abgesetzt hatten – nachdem ihr Vater in der Wohnung randaliert und dabei Möbel zerstört sowie Toilettenschüssel und Waschmaschine aus der Verankerung gerissen hatte. Die Sondereinheit Wega nahm den Mann vorübergehend fest.

Gegen ihn wurde ein Betretungs-, Annäherungs- und vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.

Einbruch & Drohungen

In jener Nacht war der 42-Jährige in die Wohnung eingebrochen, die seiner Ex-Frau und den gemeinsamen Kindern gehört. Bereits im Vorfeld hatte er seiner Ex-Partnerin Drohungen per Textnachricht geschickt. Auch seine Kinder bedrohte er mit dem Umbringen.

Aus Angst verließen diese die Wohnung. Die Lage geriet erst durch den Einsatz der Wega unter Kontrolle. Die Ex-Frau war zu dem Zeitpunkt nicht in der Wohnung, so die Polizei.

Die 21-jährige Tochter sowie ihre 22 und 16 Jahre alten Brüder blieben unverletzt.

Schutzmaßnahmen

Die betroffenen Familienmitglieder erhielten Hilfsangebote und wurden unter Schutz gestellt. Die Behörden unterstrichen die Bedeutung solcher Maßnahmen für den Schutz von Opfern häuslicher Gewalt.

Die Staatsanwaltschaft Wien entschied, den Mann auf freiem Fuß anzuzeigen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen